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Eine Gruppe von Wissenschaftlern, die auf einer Insel die Auswirkungen radiokativer Strahlung untersuchte ist verschwunden. Ein Rettungsteam wurde nun ausgeschickt um der Sache auf den Grund zu gehen. Im Team sind mehrere Doktoren und Männer die im Ernstfall auch mal ordentlich zupacken können. Doc mit dem was sie auf diesem Eiland erwartet hat wohl keiner von ihnen gerechnet. Geheimnisvolle Geräusche und Stimmen in der Nacht, schon bald kommt es zu ersten Todesfällen. Und die Lage spitzt sich zu denn hier lauert das unsägliche Grauen.

Roger Corman, Meister des B-Movies zeigte schon früh sein Können und stellt auch mit „Attack of the Crab Monsters“ eindrucksvoll unter Beweis dass er es versteht kurzweilig zu unterhalten. Ein Herz für Trash sollte man dabei aber schon mitbringen, denn die Monstereffekte sind wenig überzeigend und wirken zuweilen lächerlich und witzig. Atmosphäre schafft Corman hingegen mit gekonntem Einsatz von Geräuschen und einem guten Spiel mit der Kamera und dem Schnitt. Und auch Erzählerisch trägt es sein übriges dazu bei. Zudem ist der Film an einigen wenigen Stellen ungewöhnlich hart. Torso ohne Kopf, eine Hand, die abgetrennt wird, es wird einem schon etwas geboten und das trifft auch auf die Darsteller zu. Bekannte Gesichter erkennt man da in Russel Johnson und Ed Nelson. Johnson erlebte der Kenner schon in „It came from Outer Space“ (bei uns „Gefahr aus dem Weltall“), wo er in der Nebenrolle des George zu sehen ist, der von den Aliens sehr früh kopiert wird. Ed Nelson hingegen ist ein Nebendarsteller, der in so gut wie allen namhaften und bekannten Fernsehserien einmal auftrat und gelegentlich auch im Kino zu sehen war. Die Rolle die mir mit ihm am ehesten im Gedächtnis ist, ist die des Governor Neilson in „Police Academy 3“ und auch sein Part des General Sherman in „Jackie Chan ist Nobody“.
Weitere prägnante Gesichter sind mir nicht aufgefallen, abgesehen von Pamela Duncan. Ihre Gesichtspartien wirken so gezogen, dass man sich des Eindruckes nicht erwehren kann sie hätte mehrere Schönheitsoperationen, nach dem damaligen Stande der Technik, hinter sich. Sie macht trotz der Op’s, oder auch gerade wegen der Op’s, keinen schönen Eindruck und wirkt beinahe hässlich.

Mit „Attack of the Crab Monsters“ ist Roger Corman ein wahrhaft unterhaltsamer Monsterfilm gelungen. Er schafft mit einem guten Erzählstil, treffend eingesetzten Effekten, einer guten Kameraführung und einem gelungenen Schnitt die richtige Atmosphäre und unterhalt den Zuschauer bis zum Schluss. Natürlich aber nur wenn dieser ein Faible für Trash hat, denn die Effekte und auch das ein oder andere Element sorgt für deutlichen B-Movie Charakter. Fans von Corman haben ohnehin ihren Spaß.

Bei mir stießen die Effekte auf lautstarke Erheiterung. Etwa das Augenlied, dass wie ein Vorhang hoch gezogen wird, oder das Monster an sich, was plump und unbehänd herumruckelt und eher wenig Animation zeigt.
Jedoch sind die beiden blutigen Effekte gut gelungen. Der Mann, der gleich zu Beginn ohne Kopf aus dem Wasser gezogen wird und besonders die Szene in welcher dem einen Doktor (?) die Hand abgetrennt wird. Ein Mark erschütternder Schrei begleitet dieses, was seine Wirkung bei mir wahrlich nicht verfehlte.
Ich hatte jedenfalls meinen Spaß an dem Film und find es schade, dass er seinen Weg wohl nie nach Deutschland gefunden hat. Mit einer schönen DVD Auflage wäre er eine echte Bereicherung jeder Monsterfilmklassiker Sammlung.

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