Review

Vier Menschen gefangen in einem Aufzug - unter ihnen 100 Meter gähnende Leere. Damit nicht ein eben solches Gähnen auch beim Zuschauer ausbricht, ist nicht nur eine dichte Inszenierung, sondern auch noch besonders ausgefeilte Charaktäre (und Dialoge) notwendig - doch leider kann dieser Film nichts davon bieten.

Die klischeeüberladenen Stereotypen sind derartig unsympathisch, daß man ständig hofft, der Aufzug möge endlich abstürzen um den Zuschauer (und die Mitmenschen in der Umgebung der Insassen) endlich zu erlösen - wie soll da Spannung aufkommen, wenn man mit den "Helden" nicht mitfiebern kann? Die Spannung soll durch den Dialog aufgebaut werden? Sicherlich nicht mit solchen platten Sprüchen, die vielleicht gerade noch Groschenheftniveau übersteigen ...

Und so nett die Grundidee auch gewesen sein mag, so sehr wird sie durch die stümperhaften Versuche, diese höchst unrealistische Notsituation zu beenden, zerstört. Den endgültigen Todesstoß gibt es durch die grandiose Fehlbesetzung durch Renée Soutendijk.

Aber vielleicht haben wir, die einen vernünftigen, ernsten, packenden, spannenden Film erwartet haben, auch einfach alles falsch verstanden. Vielleicht sollte es einfach nur deutscher Trash sein. Daß der Regisseur wohl nicht sonderlich mehr anstrebte, wird schon dadurch deutlich, daß er eine anfangs verhinderte Soutendijk durch Sylvia Kristel ersetzen wollte ...

3/10 noch wegen der Grundidee und George / Jaenicke.

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