Spannender Fahrstuhl-Psychothriller mit Götz George in der Hauptrolle.
Story:
Ein gewöhnlicher Freitagnachmittag in einem Bürohochhaus: Die Angestellten treten langsam den Weg ins verdiente Wochenende an und der Nachtwächter beginnt seinen Dienst. Später am Abend wollen auch die letzten Nachzügler nach Hause: Yuppie Jörg (Götz George), dessen Karriere nicht gerade gut verläuft, seine Ex-Geliebte Monika (Renéé Soutendijk), der gerade gefeuerte Buchhalter Gössmann (Wolfgang Kieling) sowie der Kurier Pit (Hannes Jaedicke). Alle vier teilen sich den selben Fahrstuhl und haben schon bald darauf auch dasselbe Problem: Der Aufzug bleibt stecken undden Alarm hört scheinbar niemand. Es dauert nicht lange, bis sich die Situation zuspitzt, vor allem Jörg und Pit geraten des öfteren aneinander. Sämtliche Versuche, aus dem Lift zu fliehen, schlagen fehl und dann reißt auch noch das erste Kabinenkabel...
"Abwärts" ist der perfekte Beispiel dafür, dass es kein dickes Hollywood-Budget braucht, um einen spannenden Film zu drehen. Die Situation ist so simpel wie genial. Da der Film fast ausschließlich im Fahrstuhl spielt, kommt natürlich sehr schnell eine beklemmende Atmosphäre auf, die durch Hilflosigkeit und Wut immer weiter aufgelanden wird. Einen großen Anteil daran haben natürlich die Schauspieler, allen voran Götz "Schimansky" George, der den arroganten Yuppie perfekt rüberbringt. Auch Hannes Jaedicke als rebellischer Kurier und Frauenschwarm kann voll überzeugen.
Neben den gelungenen Close-ups in der Kabine beeindrucken vor allen Dingen auch die Kamerafahrten im Aufzugschacht, die die Situation entsprechend beängstigend darstellt. Kleinere Mängel wie die unnötige (weil in diesem Film unpassende) Erotikszene zwischen Monika und Pit sowie einige langweilige Dialoge verhindern zwar die Höchstwertung, nehmen dem Film aber kaum die Spannung. Das dramatische Finale reißt dann noch mal einiges raus und wenn Jörg sich für das Geld anstatt für sein Leben entscheidet, dürfte klar sein, dass Geld alleine einen nicht immer weiterbringt.
Fazit: Ein klasse Thriller aus deutschen Landen, der sich nicht hinter Hollywood-Produktionen verstecken muss. Sollte man sich defenitiv man reinziehen, zumal die Laufzeit mit 80 Minuten auch angenehm kurz ist.
8 von 10 Punkten