Review

Versuchen sich deutsche Filmemacher an bestimmten Filmstoffen geht das meist bzw des öfteren schief.

Mit Abwärts beweißt Regisseur Carl Schenkel das man aber auch in Deutschland in der Lage ist großes Kino zu drehen ohne sich in gewohnten Pfaden zu bewegen.

Der Film kommt dabei mit einer einfachen aber umso wirksameren Grund Prämisse daher mit dem es Schenkel gelingt ohne großen Aufwand eine hohe Spannung zu erzeugen.
So spielt der Film in einem Fahrstuhl welcher am Freitag Abend in einem Hochhaus stecken bleibt.
In jenem Express - Aufzug treffen dabei vier Nachzügler aufeinander.
Ein alternder Buchhalter, ein aggressiver Jüngling, eine schöne Frau sowie ihr arroganter Ex - Liebhaber.
Gefangen auf wenigen Quadratmetern, steckengeblieben zwischen zwei Stockwerken, dauert es nicht lange bis vor allem jener Jüngling und der Ex - Liebhaber aufeinander prallen...

Zwei starke Hauptdarsteller sowie eine hervorragende Kameraarbeit sind die beiden großen Vorzüge von Schenkels Film.
Vor allem Götz George spielt sichtbar mit große Freude gegen sein Image an und gibt auf unnachahmliche weise den schmierigen Ex - Liebhaber. 
Hannes Jaenicke, welcher bis dato lediglich Theatererfahrung vorzuweisen hatte ist zudem ein gleichwertiger Kontrahent.
So können Reneé Soutendijk und Wolfgang Kieling nicht mithalten bieten ebenfalls gute Leistungen.
Dazu versucht Schenkel gar nicht erst den Film unnötig in die Länge zu ziehen.

So bekommt man einen erstklassigen Psychothriller geboten der 80 Minuten Spannung bietet und beweißt das in Deutschland auch außerhalb der bekannten Pfade großes Kino möglich ist.
Deshalb auch ganz starke 8 Punkte.

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