Um die Trilogie zu kompletieren, brachte Brian Yuzna 13 Jahre nach dem Vorgänger, den dritten Teil der " Re-Animator Reihe " auf die Leinwand. Yuzna führt hier Regie, schrieb an der Story mit und produzierte den Streifen. Das Budget war etwas knapp, deshalb nahm man auch Reisaus nach Spanien. Für eine richtige Kinoauswertung reichte es auch nicht, daher wurde aus " Beyond Re- Animator " eine Direct to DVD Auswertung.
Story:
Dr. Herbert West ( Jeffrey Combs ) sitzt seit 13 Jahren im Knast, weil damals eines seiner Experimente ausbrach. Doch nun lässt er seine Forschung mit dem jungen Howard ( Jason Barry ) wieder aufleben. Diesmal will er einen toten Körper reanimieren, ohne dass er zu einer blutrünstigen Bestie wird, doch dies schlägt schon gleich beim ersten Opfer fehl. Von nun an häufen sich blutige Zwischenfälle im Gefängnis und West setzt damit eine Kette von schrecklichen Ereignissen in Gang.
Die Story ist eigentlich genau die Selbe wie in den Vorgängern, wieder voller schräger Ideen und Witz.
Ein Gefängnis als Kulisse zu benutzen ist ein guter Einfall, obwohl man es hätte noch viel gruseliger in Szene setzen müssen. Die Knastkulisse ist zwar stimmig, wirkt aber einfach nicht bedrohlich genug.
Den Score übernimmt man teils aus den Vorgängern, nur in einer weiter bearbeiteten Version. Natürlich gibt es auch einige neue Sounds.
Bei der Umsetzung kommen wieder Yuzna´s Stärken zum Einsatz, den Jener zieht die Story sehr flott vom Leder, obwohl es ein klein wenig dauert, bis der Film richtig in die Gänge kommt. Doch Längen entstehen keine. Die Goreszenen wurden unserer Zeit angepasst, was bedeutet, dass sie nicht mehr so blutig und explizit vorhanden sind wie in den beiden Vorgängern. Trotzdem bekommt man noch einige blutige F/X zu Gesicht und auch die Untoten sehen wieder toll aus. Für eine KJ Freigabe ist man mit der Gewalt schon gut dabei. Es platzen Augen und Bäuche auf, Köpfe werden abgetrennt und Deformierungen gibt es auch viele zu sehen, sogar ein Penis wird abgebissen. Gut geworden ist das Finale, welches hier fast eine halbe Stunde geht. Mit dem Humor kann man auch hier wieder punkten, denn einige Charaktere sind ziemlich schräg und allgemein kann man diesen Film einfach nicht ernst nehmen.
Jeffrey Combs, sichtlich gealtert ist in seiner Paraderolle als Dr. Herbert West zu sehen, so zynisch und egoistisch wie immer. Sein Schauspiel beherrscht er wie aus dem FF und ohne ihn würde der Film nur halb so viel Spass machen.
Die restlichen Darsteller machen auch alle ihre Sache sehr gut, vor allem der gestörte Gefängnisdirektor.
Fazit:
Teil drei kann recht gut mit den Vorgängern mitgehen. Story und Charaktere sind recht schräg und der Humor ist auch noch vorhanden. Die Goreszenen sind nicht mehr so hart, jedoch noch in recht großer Anzahl vorhanden und auch blutig. Tolles Make up und der Score weckt Erinnerungen. Die Kulisse hätte man bedrohlicher gestalten können. Jeffrey Combs ist klasse wie immer.
Immer noch beste Horrorunterhaltung, unheimlich spassig.