Nach den Geschehnissen in "Bride of Re-Animator" fristet Herbert West sein Dasein im Gefängnis, doch auch dort betreibt er weiter seine Forschungen und als ein neuer Arzt in den Knast kommt, tun sich beide zusammen, um ein Mittel zur Todbezwingung zu erstellen, was erneut zu unkontrollierbaren Auswüchsen führt.
13 Jahre nach "Bride of Re-Animator" nahm erneut Brian Yuzna Platz auf dem Regiestuhl, um die Reihe fortzusetzen und der Film spielt ebenfalls 13 Jahre nach den Ereignissen des zweiten Teils.
Die Geschichte bietet im Grunde nichts wesentlich Neues, was man noch nicht in den vorherigen Filmen gesehen hat. So forscht Herbert West immer noch an einer Möglichkeit, den Tod zu überwinden, nur halt diesmal im Gefängnis. Anfangs müssen Ratten zu Forschungszwecken herhalten, aber als ein Arzt in Wests Leben tritt, der seit seiner ersten Begegnung von 13 Jahren mit West ganz versessen darauf ist, mit diesem zusammenzuarbeiten, wird wie einst zusammen mit Dan Caine an Menschen experimentiert. Diesmal wird nicht nur das legendäre grüne Serum verabreicht, sondern auch Nanoenergien, doch das verhindert natürlich kein Ausarten der Versuchsobjekte. So gibt es wieder wie in "Bride of Re-Animator" eine Liebelei zwischen dem Arzt und einer Frau, die zum Versuchsobjekt wird und am Ende nicht mehr Leben möchte, ein böses höheres Tier in Person des Gefängnisdirektors, das den Forschenden übel mitspielt (vergleichbar mit Dr. Hill aus den ersten beiden Teilen) und sich merkwürdig verhaltende Zombies.
Im Grunde genommen sind lediglich die Nanoenergieforschungen und der Schauplatz des Geschehens neu und Letzterer nimmt dem Film vor allem in der letzten Hälfte einiges an Unterhaltsamkeit, denn hier wird sich nicht mehr hauptsächlich mit West und seinen Forschungen, sondern mit dem Aufstand der Gefangenen beschäftigt. Das führt zu einigen langatmigen Passagen, die nur ab und an mit Zombieauftritten aufgelockert werden.
Die Effekte sind es dann auch, die sich wirklich sehen lassen können. So gibt es wieder ein paar leckere blutige Einlagen zu bewundern, wie Bisswunden, explodierende Körper, Halbkörperzombies und abgetrennte Köpfe. All das ist in einem witzigen Rahmen gehalten, wobei die ausgefallenen Ideen des ersten beiden Teile nicht ganz erreicht werden. So ist meiner Meinung nach das komödiantische Highlight des Films in den Abspann gepackt worden, denn der Kampf der Ratte gegen den Penis ist einfach herrlich.
Probleme habe ich teilweise mit dem Schnitt des Films. Hier gibt es des Öfteren Passagen, in denen zwei Handlungen parallel zueinander verlaufen und dann wird meist ziemlich wahllos zwischen den Handlungen hin- und hergesprungen.
Bei den darstellerischen Leistungen muss ich ebenfalls Abzüge machen. Jeffrey Combs liefert in seiner Rolle als Herbert West die gewohnt gute Qualität und auch die anderen größtenteils spanischen Mimen spielen nicht schlecht, doch hat man nach den ersten beiden Teilen immer noch Bruce Abbott als Dan Caine und David Gale als Dr. Hill im Kopf und an deren Leistungen kommen Jason Barry als Arzt und Simon Andreu als Gefängnisdirektor nicht heran.
Insgesamt ist "Beyond Re-Animator" eine annehmbare Fortsetzung der Reihe, doch man merkt dem Film an, dass die Luft aus der Geschichte raus ist, darüber können auch die vereinzelten neuen Ideen nicht hinwegtäuschen. Die Qualität von "Re-Animator" und "Bride of Re-Animator" wird nicht mehr erreicht.