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Ein Zombie fällt in ein Haus ein, dabei wird eine junge Frau getötet. Ihr Bruder sieht noch die Verhaftung von Dr. West, der den Zombie erschuf, um 13 Jahre später als Anstaltsarzt jenen Herbert West vom Gefangenen zum helfenden Partner zu machen und seine Reanimationsexperimente weiterzuführen. Die Reporterin Laura, die hier als neue Freundin für Wests Partner herhalten muss, macht zwar noch eine nette Wandlung durch, doch zwischendrin gibt es immer wieder rührselige Herzschmerzdialoge. Als dann noch die große Knastrevolte losbricht, entwickelt sich das Szenario schon fast zu einem Actionspektakel, den Knastmob auf der einen und das S.W.A.T.-Team auf der anderen Seite. Die SFX Crew gibt einiges an digitalen Effekten zum Besten, dafür sind die Goreeffekte deutlich weniger als in den Vorgängern. Das ist noch immer ziemlich blutig, doch ausgemachte, deftige Splattereffekte finden sich fast nur im Finale, die erste Hälfte ist sogar relativ blutleer und langweilt bisweilen sogar hier und da mit den eher uninteressanten Charakteren und deren Positionen im Knast. Dabei ist alles an Rollenverteilung offensichtlich, der sadistische Direktor scheint wie ein Wink Richtung "Natural Born Killers", das Presseblondchen, das nur storygeil ist, die böse Chicano-Knacki-Gang usw. Von dem schwarzen Humor seiner Vorgänger hat sich bis zu dieser Fortsetzung nicht viel durchgesetzt, dafür gibt es platte Sprüche, soweit der geneigte Zuschauer noch hinhören mag. Regisseur Brian Yuzna hat es endgültig geschafft, die kultigen Re-Animatorfilme auf massenkompatibel einzudampfen, das ist schade. So spult man eben mit kommerziellen Interessen sein Programm ab, das sowohl Jeffrey Combs als auch Brian Yuzna nicht zufrieden scheinen, verwundert da nicht. Einige arge Logikbrüche sind absolut störend und passen in die "von jedem ein bisschen" Kinowelt, in der hier die Effekthascherei das ursprüngliche Flair vom "Re-Animator" endgültig beenden.

Fazit: Zwar immer noch sehenswert für Horrorfans, die es einfach und blutig mögen, mit "Re-Animator" hat das bis auf den gut aufgelegten Jeffrey Combs allerdings nichts mehr gemein. 6/10 Punkten

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