Auch im Gefängnis kann Dr. Herbert West noch Schaden anrichten. Dafür sorgt der neue dort tätige Arzt Dr. Howard Phillips, den mit West in gewisser Weise eine gemeinsame Vergangenheit verbindet. Und so ergeht sich West in seinen üblichen Experimenten und fügt dem Ganzen noch eine neue Komponente hinzu, die verhindern soll, dass die Wiederbelebten am Rad drehen. Klappt natürlich nicht ganz so, wie geplant.
Es leuchtet so schön das grüne Serum, auch in diesem dritten Teil der Reihe um den Reanimator. Wie der Vorgänger inszeniert von Brian Yuzna bekommt man in dieser späten Fortsetzung mit dem Gefängnis einen recht abgeschlossenen Schauplatz, in welchem einem immer die gleichen Typen über den Weg laufen. Insassen, der Aufseher, Wachpersonal und eine Journalistin werden in die Machenschaften von West hineingezogen und macht Jeffrey Combs in seiner Rolle auch Laune, diese zweite Fortsetzung gehört nicht zum Pflichtprogramm. Gerade in der zweiten Hälfte, die immerhin effektlastig geraten ist und ansehnliche praktische Arbeit von Screaming Mad George bereithält, zieht sich die Chose dann doch mal.
Das liegt mal an dem recht langweiligen Setting, denn der Knast sieht nun einmal nicht sonderlich spannend aus. Mal liegt es an dem Ensemble, denn weder sind die meisten Charaktere interessant (höchstens bemüht schräg), noch sind Leute wie Elsa Pataky (Laura) oder Jason Barry (Dr. Phillips) allzu talentierte Darsteller. Und mal liegt es an den generellen Einfällen, den Witz oder die Verve der Vorgänger erreicht „Beyond“ zu keiner Minute. Ein Extrapunkt geht an den Schattenkampf im Abspann.
Mit dieser bis dato letzten Fortsetzung hat man der Reihe um den reanimierenden Dr. West keinen großen Gefallen getan und einen bestenfalls mediokren dritten Teil geliefert. Jeffrey Combs macht zwar wieder Laune und was die (handgemachten) Effekte angeht, bekommt man hier und da was zu sehen. Der Rest, vom Setting über die Figuren bis zu den sie darstellenden Personen, überzeugt da eher weniger.
Kann man machen, muss man nicht, für Komplettisten einen Blick wert.