Urmensch ´Spear´ und Dinosaurier ´Fang´teilen das gleiche Schicksal . Ihre Liebsten wurden vor ihren Augen von ein paar riesigen Raubsauriern verspeist . Zusammengeschweißt durch diesen Schicksalsschlag , schließen sie sich zu einer Gemeinschaft zusammen und wandern durch eine fantastische Urwelt voller Monster und Gefahren . Mit der Zeit werden die beiden Freunde und ihre Abenteuer immer gefährlicher ...
Offenbar inspiriert von " Conan " und den erwachsenen Fantasyfilmen der 1970/80er Jahre wie z.B. " Feuer und Eis " von Ralph Bakshi , besticht " Primal " durch gut gestaltete Figuren und Monster und dynamisch gezeichnete Action , von der es stets mehr als genug gibt . Dabei spritzt in jeder Folge einiges an Blut und es wird sogar teilweise regelrecht gesplattert , wie z.B. in der Episode " Zorn der Affenmenschen " , in der Spear ( durch ein Zaubermittel in eine Art Riesen-Hulk verwandelt ) den besagten Affenmenschen wortwörtlich die Gedärme aus dem Leib prügelt . Die atmosphärischen Hintergrundbilder , die eine geheimnisvolle und unbekannte Welt vermitteln , sind ein weiterer Pluspunkt .
Im Laufe der Folgen wird die Welt dann immer fantastischer und es kommen auch noch viele andere Monster und Wesenheiten hinzu , die nun gar nichts mehr mit der Realität zu tun haben , sowie eindeutige Magie . Von riesigen Fledermausmonstern , die einer Riesenspinne Nahrung bringen , und einem Hexenzirkel , der einer schwarzen Gottheit Menschen opfert , bis hin zu einem gigantischen Zombie-Diplodocus , der dem Wahnsinn verfallen ist und nicht aufhören will die Protagonisten zu Tode zu hetzen .
Spear und Fang wachsen einem durch ihre Freundschaft schnell ans Herz , obwohl sie oft brutal vorgehen , wobei dies immer nur dann geschieht , wenn sie sich gegen Feinde wehren oder Nahrung in einer brutalen und unbarmherzigen Welt suchen müssen . Wobei auffällt , dass sich in " Primal " Monster wie auch Tiere meist ziemlich menschlich verhalten . So ist Fang fast schon so etwas wie ein manchmal auch etwas tolpatschiger , aber sehr mutiger Hund mit einem Verstand , der weit über den eines normalen Vierbeiners hinausgeht , da er planen kann , bzw. die Pläne von Spear stets versteht . Die Fledermausmonster suchen dann auch mal Rache , ein Haufen Raptoren ist klug genug zu wissen , dass ein bestimmtes Gebiet gefährlich ist , die Affenmenschen haben fast schon eine eigene Zivilisation mit Gladiatorenkämpfen und ein paar wilde Mammuts verfolgen die Helden , weil sie einen bestimmten Gegenstand zurückhaben wollen - also alles keine sehr natürlichen Verhaltensweisen für Tiere .
Wer sich für 1970er Jahre Zeichentrick a la Ralph Bakshi oder auch für Fantasy Maler aus jener Zeit wie Frank Frazetta interessiert und Conan und " Conquest " von Lucio Fulci mag , ist nicht schlecht mit " Primal " beraten . Auch wenn es mir lieb gewesen wäre , wenn man ( wenigstens in der ersten Staffel , wie es weitergeht weiß ich noch nicht ) doch ein wenig mehr Wert auf ein paar cleverere Geschichten gelegt hätte , als immer nur auf Gewalt und Action .