Abfucknophobia
Etwas Vibes der 90er oder frühen 00er versprüht "Itsy Bitsy" anfangs, über eine kleine vaterlose Familie, die in ein neues, staubiges Haus auf dem Land zieht und es dort mit einer ausgesprochen großen, fiesen Monsterspinne zu tun bekommt...
Juckt mich nicht!
"Itsy Bitsy" hat nicht nur die Horrortitelgötter auf seiner Seite, sondern im Grunde auch die Sympathien der Genrefans anfänglich gepachtet. Die Vibes sind wie gesagt etwas retro, ohne auf retro zu machen. Die Spinne ist schön fies und handfest. Und Bruce Davison ist immer ein Gewinn. Doch umso länger dieser giftige Creature Feature läuft, umso länger man über den Schmarrn nachdenkt und umso mehr man mit "Arachnophobia" und Co. vergleicht, desto blasser und banaler wird und wirkt das halbgare Herumgestelze. Der "Alleinerziehende-Mami-und-auch-noch-Junkie"-Trauma-Unterbau ist plakativ aufgetragen. Die Kinderschauspieler wirken nur selten glaubhaft. Das Ganze kommt irgendwie nicht aus den Puschen. Und vor allem fehlt es den Spinnenattacken an Eskalation und Schrecken im späteren Verlauf. Und so bleibt nur ein leidlich okayer Tierterror, bei dem mehr drin gewesen wäre, bei dem auch zu viel aufgewärmt und wiedergekäut wirkt. Für einen krabbeligen Freitagabend mit Hopfensaft und Heimkinohornhaut reicht's vielleicht noch eben so. Erwartungen aber besser tief halten.
Fazit: Viele Beine, keine Scheine, viele Augen, kaum zu glauben... dass "Itsy Bitsy" so langweilig ist, wie er ist!