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Leider kann man alle bisherigen Verfilmungen des Romans "Die Welle" in die Tonne treten. Auch die Netflix-Variante mit ihrer eigenwilligen, weil alles auf den Kopf stellenden Interpretation, in der die Welle keine faschistische Bewegung mehr ist sondern eine linksgepolte Sozi-Öko-Aktivistengruppe, enttäuscht auf ganzer Linie. Das liegt schon daran, dass die klischeehaften Kids (der charismatische neue Rebell an der Schule, das toughe Girl mit kurzgeschorenen Haaren, der mopsige Mitläufer, usw.) mit ihren "Anschlägen" unrealistischerweise viel zu weit kommen. Bei den Seitenhieben gegen die AfD konnte ich noch schmunzeln, doch bei den Fridays-for-Future-artigen Aktionen gegen Autohändler, Luxuskaufhäuser und Waffenfabriken wird nur tumb die Gutmenschenkeule geschwungen. Und: Wir kriegen in Deutschland nicht einmal mehr eine packende, actionreiche Jugendserie gebacken! Wir traurig ist das denn?

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