Review

Selten wurde ich von einem Film so enttäuscht, wie von diesem! Als großer King-Fan wartete ich schon seit den News, dass der Roman verfilmt wurde auf die Veröffentlichung; vor allem weil das Buch - zu Deutsch "Duddits - Dreamcatcher" - eines meiner Lieblinge von Stephen King ist. Meine Erwartungen waren also sehr hoch gesteckt, und vielleicht war das der Fehler, den ich beim Gucken gemacht habe, aber wenn ich mir die anderen Bewertungen angucke, wohl doch nicht!

Zum einen beruht meine Enttäuschung darauf, dass der Film nichts von dem hatte, was den Roman ausmachte! Wobei das erste Viertel noch ganz gut war, es war nahe am Buch, die Handlung wurde gut wiedergegeben und gut in Szene gesetzt war das Ganze auch! Aber dann hört's auch schon auf, nämlich an genau dem Punkt, an dem im Buch das Psychologische anfängt. Die im Roman extrem lang und psychologisch beschriebene "Badezimmer"-Szene wurde hier zu einer ziemlich schnell abgehandelten und imo auch schlecht gemachten Splatter-Szene verändert. Jetzt geht alles Schlag auf Schlag, die Handlung - im Buch auf über 800 Seiten beschrieben, wird auf gute zwei Stunden gepresst, wobei der arme, alte Duddits am meisten zu leiden hat! Er wird im Film nur auf's Notwendigste eingeführt, dass das Buch zu etwa einem Viertel aus den Rückblenden in die Kinderzeit der fünf Freunde besteht, interessierte die Herren Filmemacher anscheinend nicht. Ein großartiger, psychologisch genialer und ruhig erzählter Roman mit viel unterschwelligem Grusel und Spannung wurde zu einem schnellen Sci-Fi-Action-Filmchen gemacht, welches rein auf Special Effects setzt und die ganzen zwischenmenschlichen Beziehungen, aus dem der Roman besteht, lieber durch Hubschrauber-Alien-Kampfszenen und Fiesheiten vom fiesen Colonel Curtis (im Buch Kurtz) ersetzt. Schade!

Aber auch wenn man sich vom Vergleich mit dem Roman losreißt, gibt es noch einiges zu bemängeln! Die Special Effects zum Beispiel sind qualitativ eher untere Schiene, und auch Schauspieler hat man schon bessere gesehen! Über das Ende will ich hier gar nicht reden, soweit hergeholt, wie das war ... *kopfschüttel* Das alternative Ende ist genauso schlimm, aber wenigstens wird Duddits hier nicht zum Alien.
Die einzigen Lichtblicke sind Morgan Freeman, der den unsympathischen Colonel Curtis verkörpert, und Tom Sizemore als "netter" Soldat (Name vergessen ... *rotwerd*), die beide eine ganzu solide Leistung abgeben.

2/10 Punkten

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