Mit gemischten Erwartungen machte ich mich an diesen 150-Minuten-Thriller nach einem Roman von Stephen King. Um es kurz zu machen: Der Film ist weder Fisch noch Fleisch. Stets hatte ich den Eindruck, daß Drehbuchautoren und Regisseur selber nie genau wussten, was sie eigentlich wollten. Anders kann ich mir das wirre Gespringe zwischen verschiedenen Handlungssträngen, das Einführen teils abstruser Ideen und dem Spagat zwischen mehreren Filmgenres (Action, Horror, Mystery, Comedy...) nicht erklären. Dreamcatcher wirkte auch mich wie eine filmische Baustelle, die vorallem viel zu lang geraten ist. Ohen Probleme könnte man den Film auf 100 Minuten runterkürzen ohne dass wesentliche Storyelemente verlorengingen. Allerdings sei an dieser Stelle erwähnt, daß Dreamcatcher nie wirklich langweilig ist und keine unmenschlichen Längen enthält - alles im Ramen des Verkraftbaren.
Nicht zu Verzeihen ist aber die bereits angesprochene Unausgegorenheit. Ein Film muss als Einheit funktionieren! Hier sammeln sich schlicht zuviele Ungereihmtheiten, überflüssige Storyelemente und (meiner Meinung nach) lächerliche bis minderwertige Special-Effects. Verspricht Filmhälfte 1 noch Mystery-Unterhaltung in Kombination mit einigen platten aber lustigen Gags, so wird's spätestens in Hälfte 2 mit Auftreten des Aliens und dem lachhaften Angriff auf das Ufo nur noch armseelig, B-Movies lassen herzlich grüßen ;) Das Finale verdient sich zudem einen Extra-Preis für Ideenlosigkeit. Zudem ist mir immer noch nicht klar, weswegen der Colonel (Morgan Freeman) überhaupt mit dem Heli zum Stauwerk fliegt.... vielleicht bin ich auch einfach nur zu dumm um durch diesen Film durchzusteigen - Nicht die einzige, mir unklare Szene ;)
Naja, schlussendlich kann man sagen, daß der Film durchaus seinen Eintritt wert ist und sicherlich vieles vom individuellen Geschmack und Präferenzen abhängt.... ein Meisterwerk ist Dreamcatcher jedoch sicherlich nicht!