Stephen King hat mit "Dreamcatcher" (Duddits) sein bestes Buch der letzten fünf Jahre vorgelegt. Irgendwie wirkt es, als hätte er es seit den 80ern in einer Schublade versteckt und erst jetzt veröffentlicht. Das da eine Verfilmung nicht lange auf sich warten läßt war klar. Oscarpreisträger W. Goldman machte sich daran das Buch in ein verfilmbares Script zu verwandeln. Lawrence Kasdan überarbeitete das ganze noch mal und nahm auf dem Regiesessel Platz. Eigentlich ideale Voraussetzungen für eine gute King-Adaption.
Doch leider kam es ganz anders.........
Beginnt der Film noch vielversprechend, die Personen werden eingeführt, es wird auf ihre besondere "Gabe" hingewiesen (die Hauptfiguren können nämlich Ereignisse voraussehen, und ähnliches) so stürzt der Film nach ca. einer halben Stunde ins Bodenlose. Auf einem Jagdausflug im Norden der USA geraten die vier "begabten" Freunde in eine Alien-Invasion (die eigentlich eine Bruchlandung ist) uns auf eine US-Spezialeinheit die diese Eindringlinge eliminieren soll. Im Laufe der Geschichte wird einer der Freunde mental von einem Außerirdischen übernommen (im Film wird eigentlich gar nicht klar warum, im Buch wird das erklärt) und alle anderen (restliche Freunde, US-Boys) machen jetzt Jagd auf diesen "Mr. Grey" (so wird er genannt) der mittels eines mit einem Alienpilz verseuchten Schäfterhundes die Wasserversorgung einer US-Großstadt vergiften will, und damit auch die armen Bewohner in schreckliche Aliens verwandeln will. Paralell dazu spielt sich im Gehirn des '"Besessenen" ein Kampf zwischen den Persönlichkeiten ab (der Außerirische gegen den Menschen) ständig versuchen die beiden die Kontrolle über den Körper zu erlangen. Weiters greifen die Verfolger auf die Fähigkeiten eines geistig zurückgebliebenen Jugendfreundes der vier zurück (der Kerl heißt "Duddits" wie die deutsche Ausgabe der Romanvorlage) dem die Freunde ihre Fähigkeiten verdanken, und der gegen Schluß des Filmes eine seltsame Verwandlung durchmacht (die in der Romanvorlage nicht vorhanden ist)
Verwirrt?????? Kein Wunder, das wäre ich auch wenn ich das Buch nicht gelesen hätte. Selten wurde ein Buch des Meisters so schlecht umgesetzt. Die Schauspieler (ja, auch M. Freeman und T. Sizemore) spielen schlecht und uninspiriert, die Spezialeffekte sind einfach nur schlecht, und das Drehbuch hat mehr Löcher wie ein Schweizer Käse.
Was in der Romanvorlage gut funktioniert hat, wirkt hier einfach nur lächerlich (wenn zB. mit einer PISTOLE telefoniert wird!!!!!!!) Auch die Auseinandersetzung im Kopf von Jonesey kann einfach nicht überzeugen. Das "neue" Ende setzt dem ganzen dann die Krone auf (zu diesem Zeitpunkt hatten bereits Dutzende Leute das Kino verlassen)
Fazit: Wer Stephen King mag wird das Buch lieben, und den Film hassen (Der Meister selbst hat sich allerdings positiv über den Film geäußert. "Die beste Adaption seit Misery" soll er gesagt haben, vielleicht sollte er sich doch auf`s Bücherschreiben beschränken, der Scheck für die Filmrechte scheint sein Urteilsvermögen getrübt zu haben!!!)