iHaveCNit: The Photograph (2020)
11.09.2020
Das Kinostartwochenende des 10.09.2020 steht im Grunde in Zeichen diverser Filme, die eigentlich bereits in der selben Woche wie Nolans „Tenet“ gestartet wären, aber vermutlich aufgrund der Konkurrenzsituation 2 Wochen nach hinten verschoben worden sind. Neben „Faking Bullshit“ und „X-Men: New Mutants“ ist „The Photograph“ auch auf meiner Liste gewesen. Der Liebesfilm von Stella Meghie hat mich nach seinem Trailer und seiner interessanten Geschichte neugierig gemacht.
Der Reporter Michael Block vom New Yorker „The Republic“ kommt bei Recherchen zu einer Story in Louisiana zu einem Foto einer jungen Frau und Fotografin. Die weiteren Recherchen führen ihn zu der Tochter Mae, die als Kuratorin in New York arbeitet. Während er an seiner Story arbeitet und sie sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzt, kommen sich beide näher.
„The Photograph“ von Stella Meghie ist wunderbar fotografiert und musikalisch mit einem coolen Jazz-Soundtrack untermalt. Darüber hinaus ist das gesamte Ensemble des Films und vor allem das Duo aus Issa Rae und Lakeith Stanfield großartig, auch wenn die Chemie zwischen beiden für mich nicht einwandfrei gewesen ist. Das wichtige an einem Liebesfilm ist ja, dass man als Zuschauer auch einen gewissen Zugang zur Geschichte bekommt. Auch wenn diese interessant ist, bleibt der Zugang für mich etwas distanziert und kühl. Der Aufbau dieser Romanze arbeitet sich natürlich auch einem gewissen Schema ab, bietet aber mit der Verknüpfung einer zweiten Zeitebene ein interessantes Element, das jedoch mitunter für eine etwas holprige Dramaturgie sorgt, auch wenn sich damit die Geschichte scheinbar wiederholt. Am Ende hat mich die Geschichte und der Film jedoch sehr unterhalten und auch gegen Ende hin dann doch emotional bekommen, und das ist das Wichtigste.
„The Photograph“ - My First Look – 7/10 Punkte