Tatsächlich... Schnee
Lass es schnei'n, lass es schnei'n,
Netflix pisst mal wieder allen Kitschfeinden ans Bein.
„Let It Snow“ verbindet ein paar nette Kurzstories zu einer warmen Collage,
und für mich sind die schneebedeckten Romanzen ganz und gar keine Blamage.
„Tatsächlich... Liebe“ in jung und etwas flacher aber sehr liebenswert,
das ist für mich kein Murks, der nur an den Nerven zehrt.
Natürlich geht das alles ins eine Ohr rein, ins andere raus,
und ist sicher nicht der absolute diesjährige Xmas-Tipp wie „Klaus“.
Dennoch nimmt's den ein oder anderen Umweg zum Herzen,
da kann man manch genutzte Schablone und Blaupause verschmerzen.
Zudem brillieren ein paar Stars von morgen,
danach sind vertrieben fürs Erste der Stress und die Sorgen.
Zudem ist der Soundtrack vielseitig und edel kuratiert,
sitzt man da mit einer netten Dame auf der Couch, sicher keiner erfriert.
Ein Datefilm, eine softe Einstimmung auf Schnee und Heiligabend,
dieser Liebeserguss geht nach vorne und das keineswegs nur trabend.
Das macht Spaß, das macht Laune, Bussis galore,
und Völkerverständigung und Toleranz singen zusammen im Chor.
Sowas geht sicher vielen auf den Geist der Weihnacht, das könnte zu viel des Guten sein,
aber seht doch nur mal in die Augen von diesem zuckersüßen Schwein!
Das ist gut gemeint, ich kann dem nicht böse sein,
am Ende hatte mich das eiskalte Treiben einfach klein.
Fazit: ein Schneegestöber wird zum Knutsch-, Kitsch-, Klischee- und vor allem Liebesgewitter - simpel, effektiv, schöner Soundtrack und leicht (vor allem im Dezember) zu gucken. Süß und ungefährlich. Schwein gehabt! ;)