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Ein Geiselnehmer hat die Tochter des Polizeichefs entführt und ein Ultimatum gestellt: Lösegeld, oder das elfjährige Mädchen muss sterben. Beim Polizeieinsatz während der geplanten Geldübergabe laufen die Dinge tragisch falsch, und der Cop Frank Penny tötet den Entführer. Das bedeutet, dass die Entführte jetzt nur noch 64 Minuten zu leben hat - wenn sie bis dahin nicht lokalisiert und gerettet werden kann. Für Frank beginnt ein Höllenritt, die Reporterin Ava immer an seiner Seite.

Und wieso das genau 64 Minuten sind, lasse ich mal offen, denn dann würde ich zu viel spoilern.

Aaron Eckhart hat es nicht leicht. An sich ein durchaus guter Schauspieler hatte er das Pech, dass sämtliche großen Produktionen mit ihm floppten und er daher in Hollywood als Kassengift gilt, wie ich einem Artikel entnehmen konnte, wobei ich der Meinung bin, dass das weniger an ihm liegt, sondern eher an seiner Filmauswahl, denn wer in so einen Quark wie THE CORE oder WICKER MAN mitspielt, kann auch nicht viel am Lob erwarten. Immerhin hatte er eine kleine Rolle in BATMAN – DARK KNIGHT.

Diesen Streifen hier hat er selbst mitproduziert und die Rolle wurde perfekt auf ihn zugeschnitten. Was mir gut gefallen hat ist, der Gegensatz zwischen der neuen Internetgeneration und dem Olschool-Cop, der einige Dinge, die im Jahre 2020 gang und gebe sind, einfach nicht versteht. Daraus entwickeln sich immer wieder amüsante Dialoge

Nun muss man fairerhalber natürlich auch sagen, dass es hier gefühlte 27 Logiklöcher gibt, doch man wird hier auch kein Arthouse-Kino erwarten. Das ganze erinnert in vielem an die früheren Bruce Willis Filme wie LAST BOYSCOUT, den auch hier gibt es wirklich durchgehend Action und teilweise wirklich witzige Sprüche. Insofern nimmt der Streifen sich auch nicht wirklich ernst.

Wieso man den Namen von LINE OF DUTY in 64 Minuten – Wettlauf gegen die Zeit umgeändert hat, erschließt sich mir allerdings mal wieder nicht. Anscheinend müssen in Deutschland die Filmnamen immer irgendwie reißerisch klingen.

Fazit: Überraschend unterhaltsam, sollte man an Niveau nicht allzu viel erwarten. Wer die DIE HARD Filme mag oder auch TRANSPORTER (wobei man da au0er dem ersten wirklich alle vergessen kann) dem dürfte auch dieser Streifen zusagen, wenn die Logiklöcher auch größer sind als die, des deutschen Haushaltes der Bundesregierung.

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