Frank Zagarino auf guter Seite contra Joe Lara als Fiesling und das in einem Nu Image Film – nach „Warhead“ und „Operation Delta Force“ geht der dritte Film mit dieser Konstellation an den Start.
Titelfigur Rod Armstrong (Frank Zagarino) ist natürlich der absolute Obermacker, ehemaliger CIA-Agent, der jetzt in Russland Agenten für die Nachfolgeorganisation des KGB ausbildet. Natürlich ist ein dermaßen harter Freiberufler immer misstrauisch und lässt sich von niemandem was sagen – so wie jeder eindimensionale Actionheld, zu denen Armstrong definitiv gehört. Da hat das Genre schon wesentlich bessere Charaktere als diesen Pseudo-Bond hervorgebracht.
Armstrong will sich gerade in seiner Moskauer Bude ein paar Wodkas hinter die Binde gießen, als er Besuch von seinem alten Kumpel Robert Zorkin (Charles Napier) bekommt. Dieser erzählt im etwas von einer Verschwörung und dass er ein Video hätte, doch dann trabt prompt Ponytail (Joe Lara) mitsamt hauseigenem Killerkommando an und pustet Robert um. Damit feiert Napier, für den B-Fan ein bekanntes Gesicht, schnell seinen Abgang in der üblichen Opferrolle.
Armstrong und Bobs Frau Susan (Kimberley Kates) spüren nach, finden das Video und kommen einem Atomwaffenschmuggel auf die Spur. Doch die Verschwörer bekommen Wind davon und bald befinden sich die beiden in Lebensgefahr…
Klingt unoriginell? Ist es auch. Derartige Plots hat man schon zigmal gesehen und auch der Rest der Geschichte läuft nach dem üblichen Strickmuster. Die Verschwörer sitzen in den höchsten Ebenen und dann erkennen die aufrechten Hauptfiguren, dass sie zurückschlagen müssen, um dem Treiben Einhalt zu gebieten. Man kann auch zügig voraussagen, wer Dreck am Stecken hat und fragt sich, warum den Figuren derartiger Durchblick fehlt. Menahem Golans Regie ist ordentlich, aber gegen das schwache Drehbuch arbeitet er nicht wirklich effektiv an. Hinzu kommen Dialoge, die selbst für B-Verhältnisse eher mau sind. Denn wenn dann Ponytail (autsch, was für ein Rollenname) der gefangenen Susan schöne Augen macht, obwohl er sie zwischendurch mal umbringen wollte, dann ist das echt unterstes Niveau
Die Action ist routiniert, aber selten mehr als das und kann daher nur ab und zu was reißen. Vor allem der Showdown kann trotz aller Überzogenheit (Armstrong ballert mit zwei AK 47 gleichzeitig herum usw.) etwas herausstechen und bietet einen überraschend guten Stunt (das in die Luft fliegende Auto, das beinahe auf den Held stürzt). Der Rest ist routiniertes Genrewerk mit etwas prügeln, ballern und verfolgen, aber derartiges hat schon mehrfach gesehen.
Frank Zagarino und Joe Lara spielen immerhin zufrieden stellend, während Kimberley Kates ein ziemlicher Ausfall ist. Charles Napier ist zügig weg vom Fenster, sodass man seine Leistung kaum beurteilen kann, und der Rest macht seine Sache ganz OK.
Die Action kann zwar etwas reißen, aber insgesamt ist „Armstrong“ ein ziemlich schwacher B-Film mit unspannendem wie vorhersehbarem Standardplot.