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The Art of Action unternimmt in 90 Minuten eine packende Zeitreise, die von den Anfängen des chinesischen Stummfilms bis zu den Einflüssen des asiatischen Kinos auf Choreographie und Spezialeffekte im modernen US-Actionfilm reicht. Rare Interview-Szenen mit der früh verstorbenen Kampfkunstlegende Bruce Lee und Superstar Jackie Chan sind in der Dokumentation ebenso zu sehen wie Ausschnitte aus  Blockbustern wie Tiger & Dragon, Rush Hour 2, Matrix, Mission Impossible 2 und Drei Engel für Charlie.

Das Art of Action eine reinrassige USA Dokumentation ist, sieht man sehr deutlich an der Auswahl der Themen und Interviewpartner. Samuel L. Jackson als Moderator hat mit Kampfkunst ja ebenso wenig am Hut, wie Beiträge von David Carradine oder zahlreiche Querverweise des Einflusses der chinesischen Kampfkunst auf die aktuelle US Film Industrie. Beispiele zu Matrix, 3 Engel für Charlie oder Mision Impossible 2 werden dikutiert, auch wenn man bei den Streifen trefflich über die Sinnhaftigkeit streiten kann.
Ansonsten sind die Themen breit gefächert, allerdings so auch nicht allzu tief beleuchtet. Größere Kapitel über Jackie Chan und Bruce Lee sind zwar Pflichtprogramm, hat man aber auch schon in diversen Dokus gehabt, so daß doch viele Informationen schon grob bekannt sind. Der Film eignet sich da eher an Neueinsteiger in die Materie, die einfach mal sehen möchten, was es in dem Genre so alles gibts/gab, um sich anschließend den für sie interessanten Themen zu widmen.
Ich fands schön mal Cynthia Rothrock wieder zu sehen, auch Stephen Seagal ist immer willkommen ebenso wie die Filmen Schnipsel aus allerlei fernöstlichen Prügelfilmen. Immerhin sind einige recht seltene Aufnahmen dabei, die sich auf alle Fälle anzusehen lohnen. Ohne mich jetzt als Profi zu bezeichnen, aber wirklich neues brachte die Doku jetzt nicht unbedingt, guter Genreüberblick, aber doch etwas für Einsteiger.
6/10

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