Review

Back to the motherfockin' Roots!!!


Bube, Dame, König, Spaß, 
endlich tritt Guy Ritchie mal wieder in seiner Paradedisziplin auf's Gas!

Mit der Gangsterparty „The Gentlemen“ erinnert er an seinen Durchbruch, eine Art gesetztes Best Of, 
gemacht sind feuchte cinephile Strassenteäume aus diesem schnell geschnittenen Stoff. 

Der Mann ist hier spürbar voll in seinem Element, 
selbst schuld, wer dieses frühe Kinojahreshighlight verpennt. 

Hochkarätig besetz, durchweg alle in Spiellaune, 
ich aber wohl am meisten bei Hugh Grant vor Begeisterung raune.

Was für eine saufreche Tour de Force, 
zu sowas hätte er zu „Notting Hill“-Zeiten sicher nicht gesagt „Of Course!“. 

„The Gentlemen“ ist verspielt und selbstbewusst bis in die taube Fußspitze, 
viel mehr treffen als verfehlen die etlichen Witze. 

Ritchies kurzer Ausflug in's Disneyland hat wohl kaum geschadet, 
umso besser, dass sowas dabei rumkommt, wenn er nun in Geld badet. 

Das macht sicher selbst die Queen of Pop wieder was wuschig, 
dagegen wirkt fast alles bis auf Tarantino luschig. 

Aber lieber Guy, lass die gute alte Frau da wo sie ist, 
ohne sie du ohne Frage besser und kreativer dran bist. 

Britisch, politisch nicht immer korrekt und ohne mit der Wimper zu zucken, 
ohne zu zögern würde ich dieses Teil sofort noch einmal gucken. 

Am besten mit einem guten Whisky, auf's Steak kann ich verzichten, 
mal sehen, ob man darüber auch in 20 Jahren wird noch berichten.

Ein Original von einem modernen Meister dieses Faches, 
da fliegt auch schonmal ein jugendlicher Junkie vom Rande eines Daches. 

Meta, genau im Bilde, knackig und auf Zack, 
besonders blöd, wenn man dann auch noch heißt Phuc. 

Spass beiseite, er lässt das alles unangestrengt und natürlich erscheinen, 
da sogar Gangster in Buberry-Muster vor lachen werden müssen mal weinen. 

Fazit: Guy Richie hat’s immer noch drauf, das wäre nun mehr als beeindruckend bewiesen. Eine höchst unterhaltsame, lässige und coole Gangstersause zwischen Kush, Kanonen und Kloppe. Nicht viel schlechter als „Snatch“ und seine damaligen Highlights. Wer hätte das gedacht... Geil! 

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