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Ray, ein Angestellter von Drogenbaron Mickey Pearson, bekommt eines Abends Besuch von dem Privatdetektiv Fletcher, der viel Geld verlangt, damit er eine Story über Mickey nicht veröffentlicht. Darin geht es um den Verkauf von Mickeys Imperium, woran viele Parteien Interesse haben.


2024 entstand unter anderem auch unter der Regie von Guy Ritchie eine ebenfalls The Gentlemen betitelte Serie mit Theo James, die auf diesem Film basiert und die ich im Vergleich in erheblichem Maße besser finde (satte 4,5*). Den Film aber musste ich leider nach etwa 35 Minuten abbrechen.

Im Grunde liegt mein Problem mit dieser Filmversion nicht an den Stars, die immer wieder gern für Ritchie vor die Kamera treten, und zurecht, denn alle spielen hervorragend. Hugh Grant ist als schmieriger PI großartig, Charlie Hunnam spielt mit fein nuancierter Zurückhaltung und McConaughey ist gewohnt souverän als Drogenboss unterwegs.

Auch leistet sich Ritchie keine größeren Fehler in der Regie, die Kamera arbeitet sauber, entsprechend ist der Film optisch sehr ansprechend. Einzig das Pacing der Story passt mal so gar nicht. Da wird viel geschwätzt über Geld, über Anbau und versteckte Farmen, über Steaks und Scotch und natürlich werden ein paar Andeutungen gemacht, die Interesse schüren sollen. Leider entwickelt sich die Geschichte in diesen ersten 35 Minuten dermaßen zäh, dass jegliches, leise aufkeimendes Interesse asap wieder eingeschläfert wird. Zumal die Dialoge zwar nice, aber nicht sonderlich ausgefeilt sind, zumindest in der deutschen Synchro. Dass das besser geht, zeigt die Serie, die bei erheblich mehr Laufzeit ohne zähe Längen auskommt.


Lahmer Krimi, der nicht auf den Punkt kommt. Toll gefilmt und gespielt, aber schlicht langweilig. Da bevorzuge ich stark die Remake-Serie von 2024 mit gleichem Titel.

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