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Nachdem der unerfahrene Wong Fei Hong [ Gordon Liu ] seine Freunde bei einem Pao Wettbewerb [ so ähnlich wie Capture the Flag ] in die Bredouille geritten hat, erlaubt sein Vater endlich den Unterricht. Also nimmt ihn dessen Meister Luk Ah-choy [ Chen Kuan Tai ] für zwei Jahre in die Lehre, nach dessen Ablauf Wong gestählt zurückkehrt, den gesuchten Mörder und Räuber Yan Er-fu [ Lau Kar Leung ] stellen und bei einem weiteren Pao Wttebwerb die Ehre seiner Schule wieder erlangen will.

„Look at you, it doesn’t look like Tiger’s Fist at all; it’s Cat Fist“
Nicht so wirklich berauschender Wong Fei Hong Film aus dem Hause Shaw, der trotz der properen Regie von Lau Kar Leung relativ beliebig und wenig aufregend ausfällt; was angesichts des Potentials durchaus etwas verwundert.
Die Geschichte ist sehr formelhaft und altbacken, sicherlich ordentlich von Vielschreiber Ni Kuang strukturiert, allerdings ganz banal. Zudem kommt besonders gegen Ende recht viel moralischer Zeigefinger hinzu, die Gutmenschen – Mentalität in seiner ganzen Manifestation wirkt recht moralinsauer. Anfänglicher Rachedurst weicht Menschlichkeit und Vergebung, alles schön und gut und auch wirklich ehrenhaft, aber ganz soviel idealistischer Friede, Freude, Eierkuchen auf einmal hätte dann doch nicht sein müssen.
Gemäss der Parole „More Forgiveness, Less Aggression„ sucht man wirklich intensive Action dann auch zumeist vergebens, die beiden Einzelkämpfe zwischen Lau Kar Leung und Lau Kar Wing bzw. Gordon Liu im dunklen Wald stechen als einzige hervor, wobei der erste direkt am überzeugendsten wirkt.
Alle anderen Einsätze beschränken sich auf kleine Kabbeleien, das Training und der die Handlung eingrenzende Pao Wettbewerb. Dieser ist zwar hübsch anzusehen und mit seinen Massenszenen auch ganz ordentlich, stinkt im Vergleich zu den Sporteinlagen in Jackie Chan’s DRAGON LORD mächtig ab.
Darstellerisch punktet ausgerechnet Lau Kar Leung, der als aggressiver und überlegen fühlender Bösewicht eine bessere Figur als sonst macht. Bei Gordon Liu bekommt man trotz der Haarmähne seine zwar spätere, aber bekanntere Rollenfigur von THE 36TH CHAMBER OF SHAOLIN nicht aus dem Kopf, die ganz ähnlich angelegt ist. Es gibt übrigens auch einen kurzen Vorgeschmack auf den 83’er THE EIGHT DIAGRAM POLE FIGHTER; komischerweise überzeugt Liu als Anfänger immer mehr als später als Könner. Eine Konkurrenz zu anderen Wong Fei Hong Darsteller wie Jet Li, Kwan Tak Hing oder Jackie Chan stellt er dann auch nicht dar.
Der nächste Vergleich hinkt zwar auch etwas, aber Lau’s nächster Wong Fei Hong Film war immerhin DRUNKEN MASTER 2, da hat Challenge nichts entgegen zu setzen.

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