Review

Lobhudelei - zurecht! 

In dieser Doku über Quentin Tarantino und seine Filme (bis kurz vor „Once Upon a Time in… Hollywood“) kommen viele seiner Weggefährten zu Wort und schwärmen von seinem Genie, seiner Art Regie zu führen, seinem kreativen Geist und seiner speziellen, familiären Art… Also reine Zusammenfassung, Bestandsaufnahme bis dahin, Werbung? Oder doch zwischen den lobenden Zeilen mit Mehrwert? Beides. 

Ein Mann, ein Wort!

Tarantino ist ein Genie, ein mutiger und cooler Typ, ein starker Regisseur, einer der größten Filmkenner auf dem Planeten und ein echtes Original. Alle (!) seine Filme sind sehenswert, wichtig, teils echte Gamechanger und fest in der Filmgeschichte verankert. Über all das gibt’s kaum zwei Meinungen. Aber müssen einem das Eli Roth, Samuel L. Jackson oder Jamie Foxx nochmal 100 Minuten lang einreden? Braucht man das wirklich? Eigentlich nicht. Da hätten (Eigen-)Lob und Denkmalbau ruhig etwas kürzer ausfallen können. Außerdem endet „QT8“ seltsam unpassend und düster mit einem längeren Kapitel zur „Casa Weinstein“. Selbst wenn er lange ein enger Begleiter Tarantinos war - das hat in dieser Breite hier nichts zu suchen. Und beisst sich auch mit dem sehr positiv gestimmten Rest. Zudem ist die Anzahl an Anekdoten, Insidern und wirklich neuen Infos die wir von „Reservoir Dogs“ bis „Django Unchained“ bekommen im Endeffekt doch übersichtlich. Aber es gibt sie. Immerhin. Und eins steht fest: ehrlich wirken alle talking heads, Tarantinos Geist scheint wirklich einzigartig und danach hat man sicher wieder enorm Lust auf seine gesamte Filmographie - egal wie oft man „Kill Bill“ und Co. schon gesehen hat! Schade nur, dass er selbst nicht zu Wort kommt… 

Eher Heimkinobonusmaterial

Fazit: eine gute kleine Hypedoku, die immerhin ein paar neue Eindrücke, Geheimnisse und Infos zu Tarantinos Werk(en) gibt. Am ehesten taugt das aber als Bockmacher seine einzigartigen acht Streiche mal wieder zu gucken und zu genießen! 

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