Review
von Leimbacher-Mario
Extraterrestrische Teambuildingmassnahme
Ein paar sehr unterschiedliche Personen finden sich schleimig und düster „angekettet“ an Bord eines scheinbar außerirdischen Schiffs wieder - und müssen zusammenarbeiten um überhaupt eine Chance zu haben, um herauszufinden was da vor sich geht geschweige denn zurück auf die Erde zu kommen…
Ein wenig erinnert „Project Ithaca“ an „Cube“ oder „Das Spiel“, auch Gedanken an „Await Further Instructions“, „Alien“ oder „Pandorum“ werden wach. Im Grunde aber ein erweitertes Theaterstück mit Sci-Fi-Überbau, aus dem man noch viel mehr hätte machen können. Geprägt von Klischees, Spannungsarmut, hölzernen Darstellern und sogar unfreiwilliger Komik (ich sage nur Anfang und letzter Shot), kommen die Stärken von „Project Ithaca“ leider nie derart in den Fokus, wie sie es verdient hätten. Das minimale Setdesign ist schön schleimig, die Atmosphäre ist dicht und das Konzept könnte etwas hergeben. Insgesamt bleibt jedoch Ernüchterung und eine solide Kurzfilmidee auf 90 Minuten gestretcht. Ich wurde auch überdurchschnittlich müde, was gegen Figurenempathie und Unterhaltungsfaktor spricht.
Fazit: ein gleichzeitig intimes wie episches, schleimiges wie menschliches Kammerspiel from Space - „Project Ithaca“ ist immerhin ambitioniert, wenn auch oft etwas nervig bis lächerlich. Und selten wirklich spannend.