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Wenn der Held seine Verfolger mit den Buchstaben aus dem Wort TUNISIA bewirft, die gerade eingeblendet wurden oder die schwarzen Balken am unteren Filmrand als Versteck nutzt und sein Sidekick zum Vorspann die Titelmusik shazamt, dann kann es kaum mehr „meta“ werden.

Regisseur Alon Gur Arye ist ganz offensichtlich ein großer Fan des Zucker-Abrams-Zucker-Teams und sein Film steht unübersehbar in der Tradition von AIRPLANE!, THE NAKED GUN und insbesondere TOP SECRET. Das Erstaunliche: Der israelische Film führt diese Tradition durchaus ehrenwert und erfolgreich fort. Immerhin schaffte es Arye, David Zucker höchstpersönlich als Consultant zu gewinnen.

Natürlich sind solche Komödien immer hit-and-miss-Angelegenheiten. Im letzten Akt, wenn dann doch noch irgendwie eine Art Story zuende erzählt werden soll, lässt der Spaß etwas nach, einige Scherze wie der wiederbelebte Robocop („Aaron-Man“, haha) sind dann doch sehr albern und die Spezialeffekte immer äußerst amateurhaft. Aber MOSSAD verfügt über eine solche Gagdichte, dass es auch ausreicht, jeden vierten Witz lustig zu finden. Oder jeden zehnten. Außerdem überträgt sich der Witz überraschend gut per Untertitel ins Deutsche oder Englische. Das Sequel wird jedenfalls schon mal großspurig angekündigt.

Für Fans von ZAZ und OSS117 Pflicht.

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