Verfilmungen über die zum Leben erwachte Holzpuppe Pinocchio gibt es einige. Die Geschichte des Knirpses, der ein paar Lektionen auf seiner Reise durch die Welt lernt, dürfte demnach ziemlich bekannt sein.
Das vorliegende Werk von Regisseur Matteo Garrone bietet immerhin eine sehenswerte Ausstattung. Das production design ist chic, die Kostüme sind opulent und auch die eingefangenen Bilder in ausgewaschenen Farben können sich sehen lassen. Doch kann das nicht über eine emotionale Leere hinwegtäuschen, denn mitreißend ist die Chose nicht geworden; es will sich nichts Märchenhaftes einstellen.
Und so kunstfertig die Maskerade der verschiedenen Figuren auch ausgefallen ist, wirken die Gesichtsprothesen oftmals nur gruselig. Das fängt bei Pinocchio selbst an und hört beim Thunfisch auf. Diese Gesichter werden mich noch in Albträumen heimsuchen. Da kann auch ein Roberto Benigni als Geppetto nichts mehr retten.
Der Soundtrack von Dario Marianelli hingegen ist gelungen und untermalt die Reise mit sentimentalen Melodien, aber insgesamt ist die Verfilmung kein gelungenes Gesamtwerk. Zwar hält man sich oftmals an Carlo Collodis literarische Vorlage, schafft es aber nicht, diese mit Leben zu füllen.