r Film ist einer der ersten erfolgreicheren De Palma Filme - ihm
folgtem in denn 70ern noch Werke wie Teufelskreis Alpha und Carrie.
Der Film handelt von der Reporterin Grace die eines Tages einen Mord
in der Wohung des Modells Danielle beobachtet. Doch bis die Polizei
eintrifft ist es Danielle und Ihrem geheimnisvollem Mann Emil, einem
Chirurgen, gelungen die Leiche zu verbergen.
Nun macht sich Grace selbst an die Klärung des Mordes und fördert
interessante Fakten ans Tageslicht:
Danielle war der gute Teil eines siamesischen Zwillings - der andere
Teil Dominique war eher bösartig und geistig verwirrt.
Die Recherchen bringen Grace schiesslich in das Institut wo die beiden
Zwillinge getrennt wurden. Dort kommt sie auf die schreckliche Wahrheit
- Dominique starb damals, und Danielle wurde zu einer gespaltenen
Persönlichkeit bei der das Böse ausbricht wenn Sie in Kontakt zu einem
Mann kommt.
Doch eine richtige Lösung des Falls bleibt aus weil Emil die Gedanke von
Grace durcheinander bringt und Ihr einimpft das es keine Leiche gibt.
Der Film hat mir eigentlich richtig gut gefallen, De Palma hat es wirklich
geschafft mit einem geringen Budget einen guten Thriller zu schaffen.
Gute Kameraarbeit, eine sehr gute Musik und die guten Schauspieler tragen
dazu nicht unerheblich bei. Dazu kommt noch etwas System- und versteckte
Rassismuskritik und fertig ist der vergnügliche und spannende Abend.
Doch leider gibt es auch etwas SEHR nerviges zu vermelden - De Palma wollte
wohl bis zuletzt dafür sorgen das ja ein unerwarteter Schluss herauskommt.
Da ist der Fall geklärt - Danielle schon überführt für einen weiteren Mord -
der Polizist weiss das die Leiche in der Couch weggebracht wurde etc.
und doch gibt es keine richtige Aufklärung weil Grace ja vom Arzt durch 2
billige Sätze darauf getrimmt wurde nichts mehr dazu zu wissen....
Und der Privatdetektiv der genau weiss wo die Couch mit der Leiche ist
hängt dumm herum und beobachtet die Couch nur... als ob es ihm nicht mal
zu dumm würde und er dann eh zur Polizei geht... Blödsinn..
Ich weiss nicht, mir kommen die letzten ca. 15 minuten des Filmes sehr,
sehr unausgegoren vor. Als ob De Palma auf Teufel komm raus einen Film
machen wollte ohne richtiges Happy End und das ja etwas negatives ist.
Und da wohl nicht genug Zeit blieb sich etwas schlüssiges auszudenken
wird am Schluss ein Krampf nach dem anderen aufgetischt....
So erfährt man das ein Arzt mit 2 Sätzen schon eine Gehirnwäsche
durchführen, mit einem Wink völlig normale Besucher von Pflegern
mit Drogen vollpumpen lassen kann...
Oder man wird ungläubiger Zeuge des mit normalem Menschenverstand nicht
mehr erklärbaren Verhaltens eines Privatdetektivs...
Hier war De Palma entweder zu sehr in seiner Kritik und Pessimismusschiene
gefangen oder einige Leute nicht ganz nüchtern, was es auch war es schadet
der Logik und dem Film - Schade.
Also Fazit: ein eigetlich guter Film - der aber vom Schluss getrübt wird.