Review

Inhalt:
Philip Woode (Lisle Wilson) ist des Opfer eines Scherzeseiner  Fernsehsendung namens Peeping Tom und gewinnt dabei ein Essen für zwei Personen in einem Restaurant. Als zweite Person lädt Philip Danielle Breton (Margot Kidder), ein junges Model das an dem Fernsehstreich beteiligt war, ein. Die Beiden kommen sich dabei näher werden aber von Danielles Ex - Mann Emil (William Finley) gestört, der aber dann auf Philips Wunsch vom Personal vor die Tür gesetzt wird. Schließlich verbringen Philip und Danielle eine romantische Nacht im Apartment der jungen Frau. Als sich Philip am nächsten Morgen frisch macht hört er wie Danielle mit einer anderen Frau diskutiert. Danielle erklärt ihm später das es sich bei dem Besuch um ihre Schwester Domnique handelt. Sie sei zu Besuch da heute der Geburtstag der zwei Schwestern sei. Allerdings sei Dominique nicht einfach, leidet sie doch unter emotionalen Problemen und sei deswegen auch einige Zeit in einer Klinik gewesen. Danielle bittet Philip noch ihr Pillen aus der nächsten Apotheke zu besorgen, was er nur zu gerne tut. Als Zugabe besorgt er bei aber noch bei einer Konditorei einen Geburtstagskuchen für die Schwestern.
Als er in die Wohnung zurückkehrt findet er Dominique auf dem Sofa liegend vor und bietet ihr an den Kuchen anzuscheinden...nur um von ihr brutal ermordet zu werden.

Gegenüber von Danielles Apartment liegt aber die Wohnung von Grace Collier (Jennifer Salt), die durch ihr Fenster den Mord beobachtet und sofort die Polizei alarmiert. Die eintreffenden Beamten sind jedoch nicht besonders gut auf die Reporterin zu sprechen hat sie doch vor einiger Zeit einen Artikel über Polizeibrutalität (Why We Call Them Pigs) geschrieben. Als Grace jedoch mit den beiden Polizisten Danielles Apartment aufsucht ist dort alles normal:
Keine Leiche, kein Blut. Schon bald brechen die Polizisten die Durchsuchung von Danielles Wohnung ab und ihre Meinung von Grace hat sich nur verschlimmert. Doch die hat Blut geleckt, ist sie sich sicher die Story gefunden zu haben die ihr endgültig zum großen Durchbruch verhilft. Zunächst heuert Grace den Privatdetektiv Joseph Larch (Charles Durning) an. Diesem gelingt es Dokumente aus Danielles Wohnung zu holen.
Er ermahnt Grace zu Hause auf weitere Nachrichten von ihm zu warten doch die beginnt Nachforschungen auf eigene Faust anzustellen.

Die Dokumente aus dem Apartmet bringen sie auf die Spur der Blanchion Schwestern, Kanadas erstes siamesisches Zwillingspaar über das sogar im Time Magazin berichtet wurde. Die Namen der Zwillinge: Danille und Dominique. Grace sucht schließlich Arthur McLennen (Barnard Hughes), den Reporter der damals über die Zwillinge berichtet hat, auf. Dieser versorgt sie mit weiteren Informationen und die Spur führt Grace schließlich in eine experimentielle offene Anstalt für Geisteskranke... .

Meinung:
Brian De Palma Sisters ist ein Klassiker und Filmfans definitiv zu empfehlen. Sisters steht dabei in der Tradition von De Palmas großem Vorbild: Hitchcock. Zwar gibt es auch Gewalt aber in Sisters stehen die Charaktere und Handlung des Filmes im Vordergrund. Tatsächlich gibt es in Sisters auch nur zwei Morde die sind aber so inszeniert das sie tatsächlich unangehm und brutal wirken.

Auch Humor gibt es:
Einmal mit Privatdetektiv Joseph Larch und der Mutter (Mary Davenport) von Crace. Die ist ganz das Gegenteil von ihrer Tochter, hat immer den neuesten Tratsch aus ihrer Nachbarschaft auf Lager und würde es gerne sehen wenn Grace endlich mal heiraten würde.
Mit der Protagonistin Grace hat De Plama eine Figur geschaffen die mir etwas zwiespältig erscheint:
Zum einen steht sie wegen ihrem Artikel mit der Polizei auf Kriegsfuss (auch ist nie ganz klar ob der Artikel überhaupt die Wahrheit erzählt) und ist von ihrem Wesen her eigentlich eine äußerst schwierige Person.

In dem Mord sieht sie ihre Chance auf einen Durchbruch in ihrer Karriere (Grace arbeitet für die zweitklassige Zeitung Staten Island Panorama von der sie keine besonders hohe Meinung hat).

Sie macht ihrem Redakteur die neue Story mit dem Mord einer weißen Frau an einem farbigen Mann und rassistischen Cops, die den Fall unter den Teppich kehren wollen, schmackhaft, was nur zeigt das sie z. T. die Vorurteile bedient unter denen sie selbst offenbar leidet.

Tatsächlich stößt Salts Charakter bei mir nicht gerade auf Sympathie:
Das veranschaulicht u. a. die Szene wo Grace sich mit den Polizisten in Danielles Wohnung umsieht und wegen ihres penetranten Verhaltens noch Beweismittel vernichtet.

Aber ansonsten funktioniert bei Sisters alles perfekt: Atmosphäre, Musik, Schauspieler. Schwestern des Bösen ist ganz großes Kino aus den 70-ern und bis heute hat der Film nichts von seiner Ausstrahlung verloren.

Fazit: Sisters ist zurecht in die Filmgeschichte eingegangen und zeigt nur das es nicht immer Splattereffekte braucht um einen spannenden Horrorfilm zu erzählen.
(10/10)

Details
Ähnliche Filme