Ein Anthropologe der Havard Universität reist nach Haiti, um dort das Geheimnis des Voodoo-Kults zu erforschen.
The Serpent And The Rainbow ist ein Film, der sich mit den realen Ursprüngen dieses Kults beschäftigt. Uns erwartet also kein trashiger Zombiefilm a la Romero oder Fulci.
Es geht hier vielmehr um ein geheimnisvolles Pulver, welches Menschen in willenlose Sklaven verwandelt – freilich erst, nachdem sie fälschlicher Weise für tot befunden und bei vollen Bewusstsein lebendig beerdigt wurden.
Die Universität möchte dieses Pulver gerne haben um es sinnvoller zu nutzen. Die Beschaffung ist jedoch nicht unproblematisch. Es kommt zu politischen und kulturellen Konflikten.
Der Film beruht angeblich auf eine wahre Begebenheit und tatsächlich sind das auch, die inzwischen bekannten, realen Wurzeln aller heutigen Zombiefilme.
Wir haben es also eher mit einem Thriller zu tun, als mit einem Horrorfilm.
Aber der Regisseur heißt Wes Craven und allein der Name sagt uns, dass es ganz ohne Horror nicht geht. Diese Art Horror bezieht sich allerdings meist auf Szenen, die sich in Alpträumen und Wahnvorstellungen abspielen und sich wie ein roter Faden durch den Film spannen. Aber auch die Realität hält, in diesem ansonsten fast halbdokumentarischen wirkenden Film, recht gruselige und schauderhafte Szenen parat, so sieht man die Beerdigung von lebenden und relativ eklige Folterszenen, bei denen man allerdings von Details verschont bleibt.
The Serpent And The Rainbow würde ich als einen relativ interessanten Film ansehen, der durchaus reale Wurzeln hat, der aber leider gegen Ende all zu sehr ins Phantastische abgleitet und so leider viel an Glaubwürdigkeit verliert. Wes Craven hat geschickt nette Grusel- und Schockeffekte eingefügt, so dass das Thema Horror nicht zu kurz kommt und für allerlei Kurzweil gesorgt ist.
Betrachtet man den Film aus der Perspektive des Produktionsdatums von 1987, so erkennt man den Versuch Wes Cravens (Er selbst hat nie einen echten Zombiefilm gedreht) sich mit den realen Hintergründen der gerade erst abgeebbten Zombiewelle zu beschäftigen und das Gesehene aufzuarbeiten.