Voodoo war das Thema der 80er Jahre. Aber fast niemand hat sich so anspruchsvoll damit auseinandergesetzt wie Regisseur Wes Craven ( Scream ). Dabei ist " Die Schlange im Regenbogen " ein eher unbekannter Film und wird meist total unterschätzt. Außerdem basiert der Film auf wahren Ereignissen, welche ein gewisser Wade Davis wirklich so erlebt haben soll.
Story:
Dr. Dennis Alen ( Bill Pullman ) ist Anthropologe der Universität Havard. Er wird nach Haiti geschickt um ein Pulver zu besorgen, welches angeblich Tote wieder zum Leben erweckt. Dort dringt er in eine Welt voll von grausamen Ritualen und blutigen Wahnvorstellungen, aus der er sich bald nicht mehr entziehen kann. Auch ein böser Voodoopriester ( Zakes Mokae ) macht ihm gewaltig zu schaffen.
Eine Mischung aus Voodoo, Thriller, Horror und Fantasyelementen, wobei man Letzteres hätte weglassen können. Sehr anspruchsvoll hat man sich hier mit dem Thema Voodoo auseinander gesetzt, doch leider wird gerade der hohe Anspruch im Fantasievollen Finale in Frage gestellt.
Trotzdem überzeugt der Film durch seine hohen Schauwerte. Dennis Visionen sind toll in Szene gesetzt und es gibt einige blutige Details zu sehen. Vor allem das Make up ist stark geworden, aber der Gorehound sei hier gewarnt, denn die Goreeffekte werden recht sparsam gesetzt, sind aber sehr effektiv. Die Schockmomente sitzen an den richtigen Stellen und zum gruseln reicht das allemal. Vor allem wirkt alles so beklemmend realistisch, nur im Showdown ist man dann auf Action aus, präsentiert zwar tolle Effekte, schweift aber auch gleichzeitig zu arg ins Fantasygenre ab. Nett anzusehen ist es trotzdem, aber gegenüber dem restlichen Film viel zu übertrieben.
Gedreht wurde wirklich in Haiti, daher hat man eine tolle Kulisse. Das Land ist total verarmt und lebt in ständiger Angst vor dem Voodookult. Auch die Rituale und Zeremonien sehen einfach prächtig aus.
Dazu gibt es den tollen Score von Brad Fiedel, welcher den Film sehr abwechslungsreich und stark instrumental untermalt.
Bill Pullman meistert die Hürde, den Dr. Dennis Alen zu spielen sehr gut und das ist wahrlich keine einfache Aufgaben, da er wirklich viel Emotionen, Mimik und Gestik für diese Rolle verwenden musste. Daher liefert er hier meiner Meinung nach eine sehr gute Vorstellung ab.
Cathy Tyson trägt ihre Frauenrolle gut, überzeugt aber noch eher durch ihre Schauwerte.
Ganz stark ist hier Zakes Mokae als Voodoopriester. Er hat genau das Gesicht dazu um eine so bösartige Rolle zu übernehmen.
Paul Winfield darf in einer Nebenrolle mitwirken und auch er erledigt seinen Part wie immer gut.
Überhaupt braucht man für so einen Film sehr überzeugende Darsteller und Wes Craven hat die absolut Richtigen gefunden.
Fazit:
Sehr wirkungsvolle und anspruchsvolle Umsetzung des Voodookultes. Der Film strotzt nur so vor tollen Schauwerten und beinhaltet keinerlei Durstrecken. Die F/X und das Make up sind top und teils auch blutig. Goreeffekte sind recht sparsam gesäht, aber gut platziert. Die Darsteller überzeugen auf ganzer Linie, genauso wie die reale Atmosphäre und der Score. Nur gegen Ende übertreibt man ein bisschen.
Kann ich wirklich als kleinen Geheimtipp weiterempfehlen, ist nicht wie die üblichen Horrorfilme, sondern mal eine Abwechslung.