Straight from the Mega Drive?!
"Arena" erzählt aus einer fernen Zukunft und einem puppentheat'rigen Universum, in dem kräftige Monster und lebensmüde Menschen in einer Kampfarena gegeneinander kämpfen - bis zum Tod... eventuell durch Lachkrampf. Zumindest für uns Zuschauer.
Monsterboxing from Space
Muskelmänner in Gummianzügen, Boxringe auf Spacestationen, Einzeiler von Einzellern, lebensfeindliche TV-Sendungen quer durch die Galaxie, etwas "Cantina"-Vibes gekreuzt mit faustkämpfrigem TV-Niveau, wenn überhaupt... "Arena" ist absolut knuffig und knülle. Man kann ihn fast nur liebhaben. Spannung, Sinn, Verstand? Hell no. Spaß, Quatsch, Naivität? Hell yeah. Als ob man im Kinderzimmer mit seinen Turtles, Batmans und He-Mans ein intergalaktisches Turnier veranstaltet. Und die Zeit seines Lebens hat. Schön, dass Wicked-Vision dem hierzulande eine würdige Veröffentlichung spendiert hat. So einen süßen Unfug muss man würdigen, das darf nicht gänzlich in Vergessenheit geraten. Viele "Star Trek"-TV-Episoden sehen besser aus und haben mehr Schwung. Die Kämpfe sind unheimlich steif und undynamisch inszeniert. Und man fragt sich sehr schnell, was hier warum und wegen wem passiert. Aber genauso schnell ist einem das auch egal - spätestens wenn sich ein muskulöser Menschenhai und ein perplexer Killerroboter den Käse um die Ohren hauen!
Fazit: Zwischen "Rocky", "American Gladiators", "Celebrity Deathmatch" und einem Videospiel von damals... "Arena" ist ulkig, ungefährlich, ungeniert spaßig. Zumindest für das 80s-/90s-Kid in einem. Nie ernst zu nehmen - nie zu haten.