Review

John Wayne.
Ein Held meiner Kindheit. Mit seinen Filmen bin ich aufgewachsen, schon weil meine Mom sie liebt.

Wusste ich etwas über den Mann? Nicht viel. Seinen ursprünglichen Namen Marion Morrison kannte ich und ich wusste, dass er und ich am gleichen Tag Geburtstag haben. Von einer rechten, pro-militärischen Gesinnung hatte ich mal gehört, das aber nicht weiter verfolgt.
Das hat mir eigentlich auch ausgereicht.


Nun war ich heute bei Mom zu Besuch und es lief gerade das Finale vo Rio Grande auf ARTE. Im Anschluss folgte diese Doku, die sehr interessant und aufschlussreich ist und leider auch ein bisschen ernüchternd bis schockierend.


Er hat sich nicht wie andere Hollywood-Stars freiwillig zum Einsatz im WWII gemeldet, blieb in Hollywood und festigte seinen Status. Aber das hat wohl Zeit seines Lebens an ihm genagt. Nun kann man durchaus Patriot sein, ohne ultrarechts zu stehen und Rassist zu sein. Das ist dem Duke aber offensichtlich nicht gelungen. Seine Aussagen zum Landraub seiner Nation und farbigen Mitbürgern sind mehr als heftig.

Die Doku zeigt seinen Werdegang in Hollywood und seine persönliche Entwicklung recht gut, wenn auch sehr kompakt. Das hätte gern noch detaillierter sein können.


Auch wenn ich die Legende, die er ganz sicher ist, nun mit etwas anderen Augen sehe, hat er dennoch ein reichhaltiges Vermächtnis großartiger Filme hinterlassen.

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