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Es ist bereits eine Tradition, dass Werke mit „vs“ im Titel meist nichts taugen und in üble Trash-Gefilde abdriften, mal abgesehen von positiven Ausnahmen wie „Tucker & Dale vs. Evil“. Der italienische Genrebeitrag, irgendwo angesiedelt zwischen Kiffer-Komödie und Tierhorror markiert das Remake eines unbeachteten Streifens von 2000 und ist in erster Linie eines: Nicht witzig.

Ein paar Jugendliche mieten sich eine Hütte auf dem abgelegenen Land. Während der Hausmeister noch vor mutierten Pferdebremsen warnt, genießen die Gäste ihre Freizeit. Doch nach dem Öffnen eines Fensters ist Verbarrikadieren und Gegenwehr angesagt, denn Killer-Moskitos lauern vor dem Gebäude…

Mit seinem Debüt „Neverlake“ vermochte Regisseur Riccardo Paoletti primär auf atmosphärischer Ebene zu überzeugen, was hier rein gar nicht gelingt. Die schlichte Konstellation ist deutlich an amerikanische Vorbilder angelehnt: Teens, einsamer Schauplatz, unheimliche Entität, Gegenwehr. Leider wird die Zeit nicht sinnvoll genutzt, um Sympathieträger zu etablieren. Eher zicken sich einige an oder thematisieren unnötige Beziehungsprobleme. So dauert es eine Weile, bis die mutierten Insekten zutage treten und das Tempo ein wenig angezogen wird.

Das ist insofern vonnöten, da die Viecher per CGI nicht sonderlich ausgereift animiert sind. Schwärme aus einiger Entfernung sehen zwar erstaunlich überzeugend aus, doch je detaillierter die Bremsen mit Piranhamaul in Erscheinung treten, um so eher sind allenfalls beinharte Trashfans angesprochen. Auch ein mutiertes Muttertier, welches final natürlich explizit bekämpft werden soll, ist überaus schwach in Szene gesetzt.

So entstehen zwar einige Temposzenen mit panischer Gegenwehr und einigen Versuchen, eine rettende Instanz zu erreichen, doch das eingestreute Drumherum bremst regelmäßig den Fluss. Drei Kiffer auf Campingtour dienen der Handlung rein gar nicht und auch ein radikal veranlagter Chemie-Bauer treibt die Geschichte nicht voran. Im Gegensatz zum Kiffertrio sorgt der immerhin für ein wenig Situationskomik, denn mit dem Humor ist es ansonsten nicht weit her.

Die durch die Bank schwachen Mimen passen sich der schlichten Produktion an, der Score, der sich genretypischer Klänge der 70er und 80er bedient, überzeugt da schon eher.
Die wenigen Gewalteinlagen in Form einer tiefen Fleischwunde, etwas Gekröse und einem abgetrennten Unterarm gehen mit der FSK16 konform, nur so richtiger Horror will sich nicht einstellen. Trotz der kurzen Laufzeit von 82 Minuten und einem zumeist flotten Erzähltempo sorgen weder die Kiffer noch die Moskitos für genügend Abwechslung, - das Drehbuch bleibt zu uninspiriert, die Inszenierung weitgehend frei von Humor und Schwung.
4 von 10

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