Noch tief mit den Wurzeln russischer Folklore verankert, wurde der Song „Katyusha“ zu einem der musikalischen Aushängeschilder der damaligen Sowjetunion. Gleichzeitig stand er Pate für einen Raketenwerfer, der aufgrund seines Aussehens auch Stalinorgel genannt wird.
Die seit 1941 immer mal wieder genutzte Waffe war zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs bereits Anlass für ein Himmelfahrtskommando.
Auf dieses begab sich Hauptmann Yermakov, der die Katjuscha mit einer bunt zusammen gewürfelten Truppe aus dem Besitz deutscher Besatzer befreien sollte. Doch im Kampf gegen die Übermacht droht eine verlustreiche Schlacht…
Immerhin kommt die Geschichte rasch auf den Punkt und widmet sich nur kurz der Einheit, welche hauptsächlich aus Athleten und Sportlern besteht. Einigermaßen spannend gerät der Einsatz gleich zu Beginn, als die Landeplätze per Fallschirm nicht unbedingt optimal anvisiert werden und jemand frühzeitig in Gefangenschaft gerät.
Um der prinzipiell schlichten Handlung etwas Abwechslung zu verschaffen, werden dem Treiben noch ein junges Flüchtlingspaar, Partisanen und ein Farmer nebst Frau beigemengt, während die Individuen der Truppe teils zu Einzelgängern mutieren. Das hebt partiell das Tempo an, sorgt anderweitig jedoch auch dafür, dass sich zwischenzeitliche Längen einschleichen, da einige Nebenhandlungsstränge nicht sonderlich interessant erscheinen.
Die Gefechte selbst werden nicht allzu sehr ausgeschlachtet, wohl auch aus Budgetgründen.
Einige Explosionen sind immerhin einigermaßen wuchtig und ohne CGI in Szene gesetzt und ein paar Einschusswunden sind ebenfalls handgemacht. Aufgrund der austauschbaren Waldkulisse und den teils recht modernen Sounds innerhalb des Scores geht zuweilen der authentische Anstrich verloren, - äußerlich manifestiert sich das Treiben mitunter nur über diverse Uniformen und da nimmt man es auch nicht immer allzu genau.
Entsprechend hält sich das Mitfiebern arg in Grenzen und obgleich sich die sowjetische Minderheit als klarer Sympathieträger herauskristallisiert, hätte es einige leicht kitschige Dialoge nicht gebraucht, nur um am Rande auf Biegen und Brechen ein wenig Menschlichkeit unterzubringen.
Unterm Strich zu beliebig, zu wenig mitreißend und allenfalls zweckdienlich geschauspielert, - kein Kriegsfilm der lange haften bleibt.
5 von 10