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iHaveCNit: Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn (2020)
05.02.2020

Auch wenn sich David Ayers „Suicide Squad“ aus dem Jahre 2016 ein wenig zu sehr dem mittlerweile nicht gut alternden CGI-Bombast hingegeben hat, war man sich glaube in einer Sache definitiv einig – Margot Robbies Darstellung des Charakters der „Harley Quinn“ war eines der Highlights des Films. Das ging vermutlich sogar soweit, dass ein regelrechter Kult um „Harley Quinn“ entstanden ist. Da war es nur eine Frage der Zeit, dass es hier zu einer Art Fortsetzung kommen sollte, die extrem unterhaltsam geworden ist.

Harley Quinn hat sich vom Joker getrennt und geht nun ihren eigenen Weg. Sie lebt so vor sich hin, bis sie vom Gangsterboss Roman Simionis, besser bekannt als „Black Mask“ gebeten wird, die junge Taschendiebin Cassandra Cain ausfindig zu machen, weil diese einen für Roman sehr wichtigen Diamanten gestohlen hat. Doch nicht nur Roman ist hinter diesem Stein her und so befindet sich Harley zwischen mehreren Fronten. Erschwerend kommt natürlich auch hinzu, dass sie sich mit der Trennung vom Joker zur Zielscheibe nahezu aller Gangster Gothams gemacht hat.

„Birds of Prey“ fängt anfangs etwas holprig an, weil er natürlich viele Handlungsfäden einführen muss, jedoch schafft es „Birds of Prey“ dass diese Handlungsfäden sowie auch die nicht immer lineare Narration am Ende sehr gut zusammenlaufen und der Film durch diese Narration seine ganz eigene Dynamik entwickelt. Diese Dynamik wird natürlich auch durch die großartig aufspielende Margot Robbie und dem hier extrem fiesen und großartigen Ewan McGregor entwickelt. Teilweise bietet der Film auch ein Gefühl, wie man es zum Beispiel aus „Deadpool“ kennt – nicht zu vergessen die stellenweise schon sehr tollen kreativen Ideen. Bei dem Ensemble hat mir darüber hinaus auch noch Mary Elizabeth Winsteads „Huntress“ gefallen, während der Rest schon seine Momente hat, aber bei mir weniger groß im Gedächtnis geblieben ist. Bei einer Sache, die natürlich auch der Vorlage geschuldet ist, finde ich den Film dann doch nicht sehr subtil und daher sehr oberflächlich und plakativ, wenn er hier pauschal alle männlichen Rollen ausnahmslos als böse Antagonisten und die weiblichen Rollen hier als „das Gute“ präsentiert. Der Humor hat mir richtig gut gefallen und natürlich auch die Action, bei der man unter anderem mit Chad Stahelski zusammen gearbeitet hat. Dass merkt man auch den Actionsequenzen an, die sehr übersichtlich gefilmt, gut choreographiert und gut geschnitten sind und natürlich auch viele kreative Ideen bieten, die auch optisch sehr interessant sind. Das gibt dem sonst sehr verrückten Film eine gewisse Bodenständigkeit, die ihm meiner Meinung auch sehr gut tut, aber er vergisst auch nicht ein gewisses Gefühl für die bunte und auch düstere Atmosphäre Gothams einzubinden.

„Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“ - My First Look – 7/10 Punkte

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