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Sweet Hair Day


„Hair Love“, der diesjährige Gewinner des Oscars für den animierten Kurzfilm, ist ein Schatz. Kein Wunder, dass man hiermit sogar die (ebenfalls fabelhafte) Konkurrenz von Pixar ausstechen konnte... Es geht um ein kleines Mädchen, das ihre unbändige Afromatte einfach nicht unter Kontrolle oder in geregelte Bahnen bekommt. YouTube-Tutorials zum Trotz. Da kommt ihr Vater zur Hilfe und muss mit dieser gelockten Haarpracht kämpfen...

Doch das ist nur der Beginn einer wunderschönen, kleinen, feinen Geschichte über Familie, Vorbilder und (afroamerikanische) Haare, über Durchhaltevermögen, Kämpfer und Identifikation. Stolz und voll, strahlend und emotional, wild und frei. Schwarz und wunderschön. Zudem ist „Hair Love“ exzellent animiert, hat ein riesiges Herz, braucht nicht viele Worte und der Twist funktioniert völlig, beleuchtet sogar indirekt die sozialen Medien bzw. Influencer mal von einer ganz anderen Seite. Dieser Kurzfilm hat kein Spliss und keine Schuppen, braucht keine Kur oder Spülung, keine Rasur, keine Mütze. Sondern einfach nur eure Aufmerksamkeit und zehn Minuten - ihr werdet’s nicht bereuen! 

Fazit: Haare, Influencer, Vorbilder, Erbe - „Hair Love“ ist ein echter Kurzfilm-Feel Good-Winner, der ans Herz geht, positiv stimmt und zudem süß verspielt, gekräuselt und splissfrei daherkommt. Gut investierte Zeit. Mehr als das. Ein bravuröses Beispiel, wie wertvoll auch kurze Filme und Geschichten sein können. 

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