Review
von Herr Kees
Switcheroo!
Tasya Vos ist eine gefragte Auftragskillerin. Allerdings mordet sie nicht selbst, sondern bedient sich dazu anderer Körper mit Hilfe einer komplizierten „Possessor“-Technologie, mit der komplexe Attentate und Wirtschaftsoperationen durchgeführt werden.
Das klingt ein wenig nach INCEPTION und exiStenZ, aber Brandon Cronenberg ist an flashy SciFi-Entertainment, Heist-Movies oder Gehirnpuzzles nicht besonders interessiert. Sein Film ist dazu viel zu sperrig inszeniert und unmotiviert brutal.
Dabei findet Cronenberg faszinierende Bilder für den Übergang zwischen den Körpern und die Machtkämpfe auf Bewusstseinsebene. Schade nur, dass der Regisseur sich mit seinem offensichtlichen künstlerisch-provokanten Anspruch selbst dabei im Weg ist, einen wirklich packenden Thriller aus der hervorragenden Idee zu machen, anstatt nur ein Nischenprodukt für die Arthousecrowd mit starkem Magen.
Fast interessanter und unheimlicher als die Possessortechnologie ist übrigens die Arbeit der Data Mining Company im Film: Diese nutzt offenbar private Webcams, um die Einrichtung von Wohnungen zu erfassen.