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Vom unschuldigen Kind zu einer unberechenbar bösen Kreatur: Was William Friedkin 1973 mit seinem Besessenheitsklassiker gelang, prägte nachhaltig das Subgenre, an dem sich regelmäßig Filmemacher versuchen und dabei meistens nur die üblichen Muster verwenden. Regisseur Pearry Reginald Teo vermengt die düstere Thematik mit Elementen eines Familiendramas, - innovativer wirkt sein Werk dadurch allerdings nicht.

Künstler Joel (Robert Kazinsky) leidet seit dem Unfalltod seiner Frau unter Schizophrenie und wird von einer Sozialarbeiterin unterstützt, um das Sorgerecht für seinen Sohn Mason zu behalten. Als das langjährige Kindermädchen kündigt, wähnt sie paranormale Anzeichen im Haus und wendet sich an den lokalen Priester. Als dieser mit dem Kollegen Lambert (Peter Jason) und einer Ärztin bei Joel erscheint, sehen sie deutliche Indizien für einen anstehenden Exorzismus…

Der Titel leitet sich von den drei Stufen der Besessenheit ab und bezieht sich auf die letzte: Die Zustimmung. Also jene Phase, in der sich der Betroffene nicht mehr gegen die dämonische Präsenz wehrt. Anbei erfährt man allerdings noch, dass Priester Lambert nach fünf Jahren Knast wieder auf freiem Fuß ist, nachdem er seinerzeit bei einem Exorzismus an einem Kind versagte. Beste Voraussetzungen also für den besessenen Mason.

Von den eigentlichen Exorzismus-Ritualen bekommt man eher wenig mit und wenn, dann per Schlüssellochperspektive, da die Handlung überwiegend der Sicht Joels folgt. In diesem Kontext kommt es zu einigen Inserts, welche schattenhafte Erscheinungen im Haus zeigen, was mit der Übersättigung einiger Farben einhergeht. Interessant ist immerhin die Idee, vermeintlich schizophrene Schübe mithilfe einer Polaroid zu entlarven, allzu viel macht Teo daraus jedoch nicht. Gleiches gilt für das eigentlich stimmungsvoll düster eingerichtete Haus, in welchem sich allerlei morbide Bilder und Skulpturen befinden. Wahrscheinlich war es Budget bedingt nicht möglich, diese in Bewegung zu versetzen.

Dafür können sich die übrigen Effekte sehen lassen, auch das Make-up ist gelungen. Während der Score nicht weiter auffällt, stechen darstellerisch Robert Kazinsky und Peter Jason positiv hervor. Auf erzählerischer Ebene versucht der Stoff im finalen Akt etwas Verwirrung zu stiften und endet mit einer Wendung, welche immerhin einigermaßen plausibel verpackt ist.
Das rettet den weitgehend uninspirierten, nur leidlich spannenden Okkult-Thriller zwar nicht, lässt ihn aber auch nicht wie einen komplett ideenlosen Rohrkrepierer aussehen.
4,5 von 10

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