Nach einer Reihe beunruhigender, übernatürlicher Ereignisse in seinem Haus erwächst in Witwer Joel Clarke der Verdacht, dass sein kleiner Sohn besessen sein könnte. Bald darauf erhält Joel Besuch von Pater Lambert, einem umstrittenen Exorzisten, dessen letzter Patient während der Behandlung starb. Nachdem sich zunehmend schreckliche Dinge ereignen, versucht der Priester den widerwilligen Vater zu einem Exorzismus zu bewegen, da die Seele des Jungen andernfalls für immer dem Teufel anheimfalle.
Kommt einem die Geschichte bekannt vor? Natürlich, denn im Großen und Ganzen wurde diese schon zig mal erzählt und auch das Exorzismus-Subgenre ist mittlerweile so ausgelutscht wie das Zombie-Subgenre.
Jetzt stellt sich die Frage, ob man sich diesen Streifen dennoch ansehen muss. Die Antwort ist leicht. Wenn man solide unterhalten werden will und die Thematik mag, kann man hier nicht wirklich viel falsch machen, zumal die schauspielerischen Leistungen ansprechend sind.
Wer nun aber wirklich Neues erwartet, der wird hier natürlich nicht bedient, dazu wurde eben dieses Thema schon zu oft behandelt. Auf der Habenseite stehen aber zum Beispiel die recht gut gelungene Atmosphäre und der wirklich originelle Schlusstwist, auf den man meiner Meinung nach nur schwerlich kommen kann.
So bleibt unter dem Strich übrig „besser gut geklaut, als schlecht neu erfunden“. Einen gewissen Unterhaltungswert kann man dem Streifen nun wirklich nicht absprechen, während allerdings Originalität hier nicht vorhanden ist. Aber das Cover ist zumindest eines der besten, das ich seit Jahren gesehen habe. Selten passte das Wort „solide“ so wie hier.