Schizophrene Gruseleinöde
„The Assent“ ist ziemlicher Retortenhorror über einen psychisch angeschlagenen, alleinerziehenden Vater und seinen Sohn, der von dämonischen Kräften scheinbar in Schlag genommen wird. Nun können nur noch ein frisch aus der Haft entlassener Priester, Exorzismusexperte, und sein Azubi helfen…
Ein Schattenwesen seiner Selbst
Bei einem Film wie „The Assent“ suche ich mir für mein Review meist ganz genau raus, was ich denn überhaupt gut oder zumindest solide finde, damit ich nicht ausschließlich die ganze Zeit bashe. Z.B. sehen manche Monster hier für sich genommen recht lovecraft'ig aus, erinnern auch an Clive Barker. Sie werden hier komplett müllig und unfreiwillig komisch inszeniert, aber für sich genommen sehen sie in Ordnung und schön schleimig aus. Außerdem ist die Hauptperformance des Vaters brauchbar und die letzte Wendung und Auflösung des Gesehenen bringt immerhin etwas Schärfe rein. Doch das war's dann auch schon auf der Habenseite. Ansonsten ist „The Assent“ fast 90 Minuten fragwürdige und einschläferndere Gruselkost mit schlechten Schnitten, schwacher Beleuchtung, massig Overacting (z.B. von den zwei Exorzisten) und nichts, was der geneigte Genrefan nicht schon gesehen hätte. Das kann man sich einfach sparen.
Fazit: austauschbares Exorzismusdrama mit erstaunlich wenig Grusel. Grau und mau. Selbst wenn er jetzt nicht richtig schmerzt, abgesehen von ein paar unfreiwillig komisch eingefangenen Monstern. Gut ist insgesamt wirklich anders. Nichtmal wirklich ein Lückenfüller.