Alle Kurzkommentare


5

Nette Low budget-Genremischung, in der abwechselnd Blaxploitation, Kampfsport und ein wenig Horror kombiniert wird. Der New Yorker Großstadtflair kommt gut zur Geltung, weil viel in Seitenstraßen oder einer U-Bahn Station gedreht wurde. Dazu passt der Jazz-Rock und Funk-Score natürlich wie die Faust aufs Auge. Blaue Augen haben sich die overactenden Laiendarsteller bei den dürftig choreografieren Kämpfen sicher nicht geholt, denn viele der Tritte und Schläge gehen deutlich daneben, werden jedoch als Treffer verkauft. Die cool gemeinten Dialoge sind tendenziell lächerlich, aber durchaus charmant. Der Dilettantismus ist hier ein Gewinn. Leider hat das "Monster" kaum Screen-Time und es hätte gerne ein paar mehr Kämpfe geben dürfen. Gerade die ersten 30 Minuten passiert wenig Interessantes. Qualitativ würde ich das zwischen Slum Fighters (1977) und New York Ninja (2021) einordnen. Sehr sympathisch, aber kein Kracher.

4

Ein bisschen Blaxploitation, ein wenig Eastern und eine Prise Monsterhorror, also ein nicht unerheblicher Bestandteil der damaligen Grindhouse-Palette, doch von allem nicht wirklich ausreichend genug. Neben erheblichen Problemen mit der Nachvertonung, so dass oft nur noch die Musik zu hören ist, aber die Dialoge komplett untergehen, verdutzen auch einige Tritte des Hauptdarstellers Warhawk Tanzania (was für ein Name!), die seine Gegner gerne mal um etwa eine Armlänge verfehlen! Hinzu kommt der Eindruck, dass da öfter mal ohne eine Dreherlaubnis in New York drauf losgefilmt wurde, etwa wenn - ohne jeglichen Bezug zur restlichen Handlung - ein (echter?) irrer Priester in der Öffentlichkeit eine bizarre Predigt hält. Überhaupt macht der Genremix einen sehr verworrenen und notdürftig zusammengetackerten Gesamteindruck. Kultstatus genießt er offenbar trotzdem.

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