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Die Beschreibung dürfte nicht all zu schwer fallen: Dürftiger, brutaler Italowestern, mit Zynismen auf Spielfilmlänge gebracht.George Hilton bei einer seiner besten Performances.Seine Rolle schwankt zwischen einem bedrunkenen Raufbold, einem aggressiven Revolverhelden und einem völligen Bastard.Er spielt Kitosch (ein ziemlich ungewöhnlicher Name für einen Scharfschützen), ein Viehhüter bei Don Jaimes(Eduardo Fajardo) Ranch, welcher ununterbrochen seine Angestellten nieder macht.Als Kitosch mit Don Jaimes Frau(Pamela Tudor) entdeckt wird, brandmarkt man ihn wie ein Tier.Aber es gelingt ihm zu entkommen.Bei der Ankunft im nächsten Städtchen versucht er den Sheriff um Schutz zu bitten,da Don Jaime seine Leute auf Kitosch gesetzt hat.Doch anstatt Hilfe zu bekommen,wird er verhaftet und eingesperrt,um Don Jaimes Männern ausgeliefert zu werden.In diesem Moment taucht der Galgenvogel Manuel Tracy(Frank Wolff) auf, welcher mit dem Steckbrief gesucht wird.Er tötet den Sheriff und dessen Gehilfen und befreit Kitosch.Zusammen sind sie ein unschlagbares Team.Was machen 2 Kriminelle?Klar, sie begehen Verbrechen.Doch bald stellt sich heraus, dass Tracy doch nicht so ein cooler Typ zu seien scheint.Man könnte sagen, er ist der Inbegriff des Teufels.Sein Hauptanliegen ist es, sich an seiner Exfrau und ihrem neuen Liebhaber Big John zu rächen.Nachdem Tracy seine ehemalige Freundin bei lebendigem Leibe verbrannt hat, soll als nächstes Big John dran glauben.Kitosch versucht die kranken, aggressiven Impulse seines Freundes zu beheben, doch nur mit wenig Erfolg.Schließlich wollen die beiden Don Jaime besuchen und mit ihm abrechnen, doch unter ihnen kommt es immer mehr zu Differenzen...

"Die Zeit der Geier" ist nicht weltbewegend - aber es ist ein Film mit sehr guten schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller und handelt von den Problemen des Menschen und moralisch denkwürdigen Charakterzügen.George Hilton ist sehr überzeugend, aber Frank Wolff spielt eine ungewöhnliche, unsymphatische Rolle.Letztendlich ist es die show-stehlende Performance von Wolff.Es ist seine Show und was für eine Show er gibt.Der Soundtrack von Piero Umiliani trägt ebenfalls zur Atmosphäre des Films bei.Der Regisseur Nando Cicero zeigt, was er kann und er beherrscht sein Fach...

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