Review

Es ist schwer zu sagen wo genau das Problem von Nightlife liegt. Die Zutaten waren jedenfalls alle da. Allem voran ein solider Cast und eine ansprechende Buddy-Movie-Idee. Das erste was mir negativ aufgefallen ist, war jedenfalls das viel zu oft verwendete Wort „Nachtleben“.


Inhalt: Die beiden Barkeeper Milo und Renzo arbeiten in einem Club irgendwo in Berlin. Als die beiden sich selbstständig machen wollen und die nötige Kohle fehlt, versucht Renzo das Geld als Drogenkurier zu beschaffen. Das geht natürlich schief und beide werden daraufhin von zwei Verbrechersyndikaten bedroht. Was Milos Versuch, die hübsche Sunny zu daten, schon arg durcheinander bringt.

Viele verschiedene Baustellen in einem Film und keine wird befriedigend fertiggestellt. Das vor allem bei einer viel zu langen Laufzeit von fast 2 Stunden. Dabei stören die teils überzogenen Gags und Charaktere z.B. beim Spieleabend und die kitschigen Romantikparts. Außerdem verhalten sich die beiden Hauptdarsteller schon unglaubwürdig dämlich. Das alles gipfelt dann in einer besonders schlecht gespielten Szene, in der ein Auto geklaut wird, um die Schulden bei den Dealern auszugleichen.

Bisher war zumindest Frederick Lau immer ein Garant für solide Unterhaltung. Filme wie „Der Hauptmann“, „Spielmacher“ oder auch „4 Blocks“ habe immer ein gewisses Niveau garantiert. Hier wird leider eine belanglose Figur runtergekurbelt die beliebiger nicht sein kann. M‘Bareks Charakter ist leider ähnlich eindimensional und schafft es leider nicht den Zuschauer zum Mitleiden oder Mitfiebern zu bringen.
Palina Rojinski gibt sich sichtbar Mühe, überzeugt als Schauspielerin in ihrer Rolle aber leider nie richtig. 
Äußerst positiv ist mir Mark Pilatov in einer Nebenrolle als russischer Gangster aufgefallen. Diese Rolle hätte man gerne noch größer gestalten dürfen.

Fazit: Für einen Filmabend mit der Freundin oder einem Mädel, das Freundin werden könnte, sicherlich gut geeignet, für einen Filmabend mit Kumpels oder für eine zweite Sichtung eher ungeeignet. Dennoch hebt sich das ganze wenigstens angenehm vom üblichen Schweiger/Schweighöfer-Einheitsbrei ab.

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