Review

iHaveCNit: Der Unsichtbare (2020)
14.09.2020

Der nächste Film für das deutsche Kinojahr 2020, den ich nun im Heimkino nachgeholt habe ist der von Leigh Wannell inszenierte Film „Der Unsichtbare“, der eine Neuverfilmung des klassischen Stoffs ist. Eigentlich war angedacht gewesen, den Film selbst in vermutlich komplett anderer Ausführung als Teil des von Universal großspurig angekündigten Dark Universe in die Kinos zu bringen, aber nach dem leichten „Die Mumie“-Fiasko hat Universal dann doch einen Rückzieher gemacht, der sich aber sicherlich unglaublich positiv auf das Endergebnis ausgewirkt hat.

Cecilia lebt in einer Beziehung mit dem Wissenschaftler Adrian und leidet unter seiner Kontrollsucht und seiner Gewalt. Sie flieht eines Nachts mithilfe ihrer Schwester und sie taucht bei einem guten Freund unter. Kurze Zeit später nimmt sich Adrian das Leben und er vererbt Cecilia einen großen Teil seines Vermögens. Doch es häufen sich auch vermehrt Vorfälle, die Cecilia glauben lassen, dass Adrian noch lebt. Handelt es sich hierbei um ein Hirngespinst von Cecilia oder hat sie mit ihrer Behauptung recht ?

„Der Unsichtbare“ ist ein unfassbar spannender Psychothriller, der wunderbar aussieht. Vom Produktionsdesign über die gesamten Kameraaufnahmen und auch die visuellen Effekte machen „Der Unsichtbare“ zu einem Augenschmaus. Das effektive und gute an „The Invisible Man“ ist auch, wie er seine Schockeffekte integriert, die sich mal in interessant choreographieren Sequenzen als auch in sehr subtilen und schnellen Momenten zeigt. Die kräftige Musik von Benjamin Wallfisch leistet hier auch einen großartigen Dienst. Aber der wohl stärkste Schlüssel für den Film ist die „Tour de Force“, die hier Elisabeth Moss in der Hauptrolle der Cecilia liefert. Ohne ihr Schauspiel wäre der Film wesentlich geringer effektiv geworden. Das einzige, was mir ein wenig gefehlt hat war in Anbetracht der stellenweise auftretenden Ruhe ein wenig mehr Tempo, das mit einer geringeren Laufzeit sicherlich den Film hätte noch effektiver werden lassen. Und in seiner zweiten Hälfte hat mit der Film den einen oder anderen Haken zu viel geschlagen. Da wäre weniger sicherlich mehr gewesen.

„Der Unsichtbare“ - My First Look – 9/10 Punkte.

Details
Ähnliche Filme