Fantasy Island versucht sich als Reboot der gleichnamigen Kultserie aus den 1970er-Jahren und verpasst dem bekannten Stoff dank Blumhouse Pictures einen modernen Horror-Anstrich. Die Idee, harmlose Wunschfantasien in albtraumhafte Szenarien kippen zu lassen, ist grundsätzlich reizvoll – in der Umsetzung bleibt der Film jedoch hinter seinen Möglichkeiten zurück.
Das größte Problem: Fantasy Island wirkt wie eine viel zu lang geratene Pilotfolge für eine Serie. Die Handlung ist überhastet, springt zwischen Figuren und Ideen hin und her und findet dabei kaum Zeit, Spannung organisch aufzubauen. Ein klarer Spannungsbogen fehlt weitgehend, wodurch viele Szenen eher pflichtbewusst als wirklich mitreißend wirken.
Auch die CGI-Effekte tragen nicht gerade zur Immersion bei. Gerade in der Unrated-Fassung fallen einige Effekte unangenehm künstlich und aufgesetzt aus, was den Horror eher abschwächt als verstärkt.
Positiv hervorzuheben ist immerhin der Drehort: Die tropische Inselkulisse sorgt für ein angenehmes Urlaubsfeeling und bildet einen netten Kontrast zu den düsteren Ereignissen. Insgesamt bleibt Fantasy Island ein Film mit interessanter Grundidee, der in der Ausführung jedoch zu hektisch, zu unfokussiert und letztlich zu harmlos ausfällt.
Unterm Strich solide Mittelklasse – weder Totalausfall noch echtes Highlight.