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Ricardo Montalbán und Hervé Villechaize drehen sich in ihren Gräbern rum. Die alte Fantasy-Seifenoper aus den späten 70ern und frühen 80ern brauchte kein solches Film-Remake in Form eines oberflächlichen Horror-Actionthrillers, der auch noch durch ein PG-13 Rating gehandicapt ist. FANTASY ISLAND fällt also eher in die Kategorie von Neuinterpretationen, die ihre Vorlage mehr verhackstücken als ihnen Tribut zu zollen, und verwurstet obendrein auch noch Motive aus der anderen Wunderinsel-Show LOST, sowie HOSTEL und THE PURGE im Rahmen seiner relativ harmlosen und simplen Möglichkeiten. Schlecht ist er keineswegs, nur halt nicht besonders originell oder angemessen. Er begeht auch den schweren Fehler, die "Spielregeln" des Treibens nicht anständig zu definieren: Woher bezieht z.B. die Insel ihre Macht, wo sind ihr Grenzen gesetzt und wie können sich Wunschträume von völlig Fremden teils überschneiden?