Dicke Titten! Der einen Freud, der anderen Leid. Manch eine(r) würde für solche Hupen töten, manch anderer ist es eine ätzende Belastung, ein Albtraum, ein Horror! So geht es auch Alison (Maaike Neuville). Selbst bei ihren züchtig verpackten Möpsen degenerieren Jungs zu sabbernden Pubertieren, deren Hirn in die Hose gerutscht ist. Also ab in eine preisgünstige Klinik in Osteuropa zwecks Brustreduktion, mit Mama & Freund Michael (Bart Hollanders) im Schlepptau. Letzterer, der der verschollene Bruder von Josh Brolin sein könnte, verursacht allerdings ungewollt eine Zombie-Apokalypse in der Klinik & so gibt es statt kleineren Melonen plötzlich ein blutiges Gemetzel.
Ich habe mich köstlich amüsiert. Lediglich mit dem Ende kann ich mich nicht recht anfreunden, ansonsten wird hier eine extrem kurzweilige & super-saftige Zombie-Schlachtplatte serviert, die einige erstklassige "Splatstick"-Einlagen bietet, wobei Michael in bester Ash- bzw. Lionel-Tradition agiert. Natürlich erfindet auch dieser belgische Genrebeitrag das Zombie-Rad nicht neu, zeigt aber, dass man es immer noch frisch aufbereiten kann. Das Setting wird gut genutzt, die Figuren sind herrlich schräg & einige Ideen sind so abartig krass, dass man glatt Tränen lacht. Man denke da etwa an den armen, pimmelverlängerten Typen, dessen bestes Stück erst verbrüht, dann abgefackelt & schließlich tiefgefroren wird, woraufhin die Spitze abfällt. Autsch. Die unorthodoxe Arm-Amputation ist auch nicht ohne. So mag ich meinen Fun-Splatter.
7,5/10