In Mexiko stürzt ein Ufo ab. Söldner Shaun und seine Männer sollen die Aliens vernichten. Ein schwieriger Auftrag, denn die Außeriridischen können sich im Nu ihrer Umgebung anpassen. Shaun bleiben nur 24 Stunden. Dann zündet das Militär die Atombombe.
Phillip J. Roth und seine Sparkönig Produktionsfirma UFO haben uns ja schon einiges an B-Movies vorgesetzt, deren Qualität in den meisten Fällen am unteren Ende der Geschmacksskala anzusiedeln sind. Da ist Alien Interceptors im Verhältnis fast schon wieder ein guter Streifen, auch wenn er mal wieder für kaum Geld produziert wurde. Gedreht wurde irgendwo billig im Hinterland, einzig der Cast dürfte ein paar Dollar gekostet haben, denn hier finden wir locker ein halbes Dutzend Nasen die man aus anderen Filmen schon kennt und deren Dienste zu dem Zeitpunkt offenbar erschwinglich waren.
Die Story ist so etwas wie eine Light Version des Predators. Außerirdische kommen gelegtnlich auf die Erde (warum sagt allerdings keiner), treiben mächtig Unfug und bringen die Bevölkerung gerne mal um. Selbiges passiert, als plötzlich eine neue fliegende Untertasse auftaucht und das Begrüßungskommittee von vier Kampfliegern in ihre Einzelteile zerschießt, aber per Rettungskapsel über Mexiko abstürzen. Das bringt mich mal wieder zum wundern, Ami Flieger operieren mit atomaren Luft Luft Raketen ungefragt im mexikanischen Luftraum. Zudem kommt später raus, das bereits in Kanada ein früherer Besuch der Außerirdischen von den Amis per Atombombe ungefragt beendet wurde und auch die Mexikaner, sollen so ein Ding jetzt auf den Kopf bekommen, typische Großmachtsmentalität scheint hier durch.
Jedenfalls wird flugs ein Team zur Absturzstelle transportiert, das sich vor Ort nicht nur mit dem formwandelnden Alien rumschlagen muß, sonder auch mit der örtlichen Bevölkerung, die aus einer einzigen Gangstergruppe zu bestehen scheint. Die Geschichte ist dabei weder originell, spannend, oder brutal (16er Freigabe), kann aber durch flottes Pacing einigermaßen unterhalten. Kickboxer Gruner darf ab und zu seine Kampfkünste präsentieren, ansonsten wird fleißig geballert, auch wenn selbst der blödeste Henchman schnell kapiert haben sollte, das dem Ding mit Kugeln nicht beizukommen ist. Am Ende lernen wir sogar das man einer A-Bombe locker durch davonlaufen und mit einem Sprung in einen Winzbrunnen entkommen kann.
Von den darstellern verdient sich erwartungsgemäß keiner eine Ehrenmedaille. Ernie Hudson und Brad Dourif sind verschenkt worden, Angel Boris und Glenn Plummer hatten wohl keinen Bock und Oliver Gruner und William Zabka dürfen wenigs ein wenig Martial Arts präsentieren. Bleibt ein ganz nettes Filmchen, aber mit Sicherheit nichts wofür man sich durch den Regen zur Videothek kämpfen müßte.
5/10