Inhalt:
Korea 1934..., das Land ist von den japanischen Imperialisten okkupiert..., und diese herrschen mit eiserner Faust, das Volk Koreas wird unterdrückt, und dies trifft auch die Kampfschulen des Landes.
Eine davon ist die "Eagle school", die von ihrem Meister (Ji Han Jae) einem Sifu der Hapkido-Technik, einer Kampfform die neben Elementen des chinesischen KungFu auch Griff- und Hebeltechniken beinhaltet, mit Bedacht geleitet wird. Neben der Kampfform Hapkido will dieser Meister seinen Schülern auch Zurückhaltung, ja Vergebung, vermitteln.
3 seiner Schüler jedoch haben damit so ihre Schwierigkeiten. Zum einen ist der leicht aufbrausende Fan Wei (Sammo Hung)..., dann der weniger impulsive aber gegenüber den Japanern immer leichter die Beherrschung verlierende Kao Chung (Carter Wong)..., und die Schülerin Yu Ying (Angela Mao).
Wieder kam es zu einer Auseinandersetzung mit den Besatzern..., und der Meister der Schule entsendet nunmehr die 3 Chinesen in ihre Heimat.
In Changzhou sollen die 3 die Lehre des Hapkido innerhalb einer eigenen Schule weiter verbreiten....
Doch auch in Changzhou haben die Japaner mittlerweile ihren Einfluss geltend gemacht. Nach der Manchurei greift Japan nunmehr auch mehr und mehr nach dem Reich der Mitte...
Gegenspieler der Hapkido-Studenten ist die japanische "Black Bear-School" von Toyoda (Yamane Teruo)..., und dessen Chief Instuctor (Pai Ying) und deren schmierigen Schergen Zhang (Ngai Ping-Ngo).
Die Japaner belästigen die einheimischen Frauen und auf dem Markt wird sich hemmungslos bedient ohne zu zahlen.
So folgt alsbald die Auseinandersetzung..., und Fan Wei erteilt den Japanern eine erste Lektion!
Nunmehr schaukelt sich die Gewalt immer mehr hoch..., Kao Chung wird so schwer verletzt, dass er seinen Arm nie wird richtig bewegen können.
Helfer der 3 ist der gutmütige "Tiger" (Gam Dei)..., und dieser will Fan Wei verstecken..., die Japaner verlangen dessen Auslieferung.
Doch können die Japaner die beiden aufspüren..., und sie verlieren nach brutalem Gefecht ihr Leben.
Yu Ying ist in ihrem verzweifelten Kampf aber nicht total auf sich gestellt.
Nachdem die Japaner in Korea die "Eagle-school" beseitigten, steht ihr der beste aller Studenten (Whang In-Shik) dieser Schule zur Seite.
Zwischen ihm und Yu Ying sowie Toyoda und seinen Leuten kommt es zum mit höchster Intensität und enormer Brutalität geführten Kampf auf Leben und Tod.......
Fazit:
Nun...., erfahrungsgemäß passen Eastern-Fans und Hollywood-Jünger nicht zusammen.
Letztere mäkeln über das Eastern-Genre immer: "Da wir ja nur geprügelt!"..., wenn man aber versucht, diese Menschen an das Genre bei einer Vorführung eines dieser Filme heranzuführen, heißt es nach nicht mal 2 Minuten: "Und wann kämpfen die endlich?"
Nach meinen Erfahrungen hat man Hollywood-Jünger als Eastern-Publikum schon verloren, wenn es zur ersten Kampf-Szene kommt, da das Dubbing, die Geräuschkulisse, diesen Herrschaften äußerste Probleme und Kopfzerbrechen bereitet...:
"Was sind denn das für Geräusche? Die gibt es aber nicht in echt! Finste das gut, dass es diese Geräusche nicht in echt gibt?"
Haupt-"Argument" der Hollywood-Jünger gegen Eastern-Filme ist ohnehin immer dieses:
"Das sind aber nicht die Filme, die normal so gezeigt werden! Das sind aber nicht die Filme, die normal so gebracht werden!"
In der BRD (wer ARD sagt, muss auch BRD sagen können) war und ist es ohnehin hinsichtlich Film-Vorlieben immer schon so gewesen, dass das Angebot die Nachfrage bestimmt..., und nicht umgekehrt, so wie es in der Wirtschaft -angeblich (auch das ziehe ich mittlerweile in Zweifel)- ist.
Hollywood-Jünger sollten keine Eastern-Filme voreingenommen ansehen...., und schon gar nicht voreingenommen rezensieren.
Soweit mal dazu....
"Hapkido" ist ein Eastern-Klassiker aus der Schmiede des Golden Harvest-Studios Raymond Chow´s..., unter der Regie von GH-Hausregisseur Huang Feng im Jahre 1972 entstanden, als das Studio mit Bruce Lee seine größten Erfolge feierte.
Und so entstand wieder ein richtig geiler KungFu-Kracher..., in den für Golden Harvest typisch spartanischen Sets..., Kampfschulen-Atmosphäre..., und Hinterhöfe mit Kisten und Blech-Tonnen. Und wenn es mal nach draußen ging..., dann in der Morgen- oder Abend-Dämmerung..., damit diese Filme immer eine schummrige Atmosphäre hatten.
Nichts sollte vom Wichtigsten..., der KungFu-Action ablenken.
Man nehme...., 3 Hauptprotagonisten...., diese können sich nicht damit abfinden, dass die japanischen Imperialisten China und Korea unterdrücken..., versuchen sich -die einen mehr, der andere weniger- zu beherrschen...., doch ihnen platzt letztendlich der Kragen..., und es geht heftig zur Sache.
Sammo Hung verliert als erster die Contenance..., zuletzt Angela Mao..., und Carter Wong steht irgendwo dazwischen.
Alle 3 spielen das solide..., aber es kam hier ja vor allem auf ihre Fight-Performance an.
Und es wird viel gefightet..., die Quantität nimmt so wie die Qualität der Kämpfe im Verlauf des Streifens immer mehr zu. Es sind immer brutaler werdende Fights..., die Umschnitte sind geschickt gelegt..., die Fights wirken so nie abgehackt..., und durch diese exzellente Schnitt-Technik wirken die Kämpfe noch dynamischer.
Rasantes, technisch hochstehendes KungFu bzw. Hapkido..., so kommen denn hier auch Hebel- und Wurftechniken zum Einsatz, das mischt die Schlag-Block-Fights auf..., und es wird nie langweilig. Kernige Kämpfe..., das will man doch sehen.
Angela Mao liefert ihre vielleicht beste Performance überhaupt ab, Sammo agiert wütend und intensiv. Carter hält sich zurück..., aber auch er steht mutig seinen Mann.
Die Villains sind bärbeißig und brutal...., Yamane Teruo spielt mit Hitler-Bärtchen leicht stilisiert...., aber Pai Ying stiehlt ihm hier als Villain denn doch etwas die Show.
Pai Ying...., kalt, brutal, eisern..., rassistisch..., denn die Chinesen sind für ihn nur Dreck..., Frauen zu schlagen, für ihn kein Problem.
Ji Han-Jae ist übrigens ein echter Hapkido-Sifu..., und das macht gerade die ersten Übungs-Kämpfe in diesem Streifen so richtig authentisch.
Ganz kurz sieht man als Komparsen auf seiten der Bösen noch Jackie Chan...., der später noch Welt-Kariere machen sollte.
"Hapkido" ist ein Klassiker des Martial-Arts-Kinos..., ein rau-brutaler KungFu-Reißer..., mit typisch dünner aber stringent umgesetzter Handlung und knackig-brutaler Action in hoher Qualität und Quantität. So muss ein Eastern sein.