Alle Kurzkommentare


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BLACK SCORPION von 1957 ist um ein Vielfaches besser. Hierbei handelt es sich bloß um eine alberne Gummipuppenshow. Und weil sich ansonsten nur Volldeppen an Bord befinden, denen obendrein saudämliche Dialoge in den Mund gelegt wurden, ist das Ganze beinahe unfreiwillig komisch. Man kann aufgrund der affigen Passagiere (nur etwa 20 an der Zahl?) und der blöden Flugkatastrophenklischees gar nicht anders, als in der Freundesclique bei Chips und Bier ständig aus DIE UNGLAUBLICHE REISE IN EINEM VERRÜCKTEN FLUGZEUG zu zitieren. Es wird auch nie klar, wie die Riesenviecher sich so schnell und vor allem unbemerkt in der ganzen Maschine ausbreiten konnten, wie sie sich in den kleinsten Nischen verstecken können, warum sie sich mit einer einfachen Taschenlampe abwehren lassen (!) oder von einem der Wissenschaftler als Insekten (sic!) klassifiziert werden.

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Man könnte meinen, es handle sich hier um einen Abklatsch von "Snakes on a Plane", doch "Tail Sting" wurde bereits 5 Jahre früher gedreht. Aber er macht eigentlich genauso viel Spaß wie der Hollywood-Streifen! Weil er sich genauso wenig ernst nimmt, und so bietet er anderthalb Stunden gute Trash-Unterhaltung. Die Skorpione sind natürlich billig getrickst, aber haben einen gewissen Charme (weil sie zum Glück nicht computeranimiert wurden). Die Charaktere sind gewohnt klischeehaft, nehmen genau das aber manchmal schön auf die Schippe (lustig fand ich den Bluff mit den beiden Arabern, die der Zuschauer zunächst für typische Terroristen hält, die sich dann aber als völlig harmlos entpuppen). Schön durchgeknallt ist auch der Bösewicht. Überhaupt gibt´s sogar ein paar wirklich witzige Szenen. Leider baut der Film gegen Ende etwas ab bzw. verliert an Fahrt (oder eher an Flug). Nette Unterhaltung ist´s aber trotzdem - sofern man ein geneigter Freund von Billigfilmchen ist.

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Ein paar Riesenskorpione nerven die Passagiere und Crew eines Langstreckenfluges... Jetzt gibt’s natürlich Filmemacher, die aus so einer abgelutschten Story ein kleines Meisterwerk fabrizieren. Paul Wynne gehört leider nicht dazu. Er inszenierte das Ganze wie einen TV-Film, ohne Atmosphäre und Verve. Doch die Schuld kann man ihm nicht gänzlich geben. Das Budget lag vermutlich etwa bei 300 Dollar, davon gingen 20 an die Spezialeffekte. Da kann der beste Regisseur nicht aus dem Vollen schöpfen. Ein ernstes Wörtchen müsste man mit den beiden Autoren reden. Vor allem, wie sie auf die Idee kommen können, dass drei Meter große Skorpione vom Frachtraum unbemerkt ins Cockpit krabbeln können. Ein C-Filmchen, das sich wenigstens nicht ganz so ernst nimmt. Ansonsten tummeln sich Klischeefiguren (immerhin: der gruftige Aborigines-Grab-Studierer hat Charme), und geschnitten ist das Teil eher lausig. Wirklich nur für Allesseher.

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